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Huhn & Hof

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Eier, Mauser, Glucke, Küken: das Hühnerjahr

Von 6 Min. Lesezeit

Helle Glucke im Stroh mit einem gelben und drei dunklen Küken
Foto: ELG21 / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

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Das Hühnerjahr folgt dem Licht. Im Frühjahr legen die Hennen fleißig und manche wollen brüten, im Herbst wechseln sie ihr Gefieder, und im Winter machen viele eine Legepause. Wer diesen Rhythmus kennt, macht sich weniger Sorgen und weiß, wann wirklich etwas nicht stimmt. Diese Übersicht erklärt, warum Hühner keine Eier legen, was bei der Mauser passiert, wie Sie mit einer brütigen Henne umgehen und wie aus einem Ei in 21 Tagen ein Küken wird. Für die Grundlagen der Haltung beginnen Sie am besten bei Hühner halten.

Warum legen meine Hühner keine Eier?

Die häufigste Antwort ist auch die einfachste: zu wenig Licht. Für eine stetige Legeleistung brauchen Hühner etwa 13 bis 16 Stunden Licht am Tag. Hühner, die nur Tageslicht haben, legen deshalb weniger oder gar nicht mehr, sobald die Tage im Herbst kürzer werden. Das ist kein Krankheitszeichen. Gehen Sie die Liste durch, bevor Sie sich Sorgen machen:

UrsacheWoran Sie es erkennenWas Sie tun
Kurze TageHerbst und Winter, alle Hennen legen weniger✓ abwarten, ab Februar steigt die Leistung wieder
MauserFedern überall, kahle Stellen✓ Eiweiß und Ruhe, Eier kommen danach wieder
GluckeHenne bleibt im Nest, faucht, plustert sich auf! brüten lassen oder entglucken
AlterHenne ist mehrere Jahre alt✓ normal, die Leistung sinkt mit jedem Jahr
Junghennenoch kein Ei, Kamm noch klein und blass✓ Geduld, Junghennenfutter bis zum ersten Ei
Versteckte NesterHennen sind fit, Nest bleibt leer! Hecken und Ecken im Auslauf absuchen
Milbenunruhige Hennen, blasser Kamm, Hennen meiden den Stall✗ nachts kontrollieren und behandeln
Futter, Wasser, Stresszu viele Körner, leere Tränke, Raubtier, Umzug! Alleinfutter, Wasser, Ruhe
KrankheitMattigkeit, Durchfall, Atemgeräusche✗ Tierarzt; plötzlicher Einbruch bei mehreren Tieren: Geflügelpest ausschließen lassen
Zwei hellbraune Hühnereier liegen in einem Nest aus Stroh
Frische Eier im Nest: Im Frühjahr und Sommer legen die meisten Hennen fast täglich. Foto: Kathas_Fotos / Pixabay

Wie Sie Milben finden und welche Krankheiten die Leistung drücken, lesen Sie unter Gesundheit. Ob das Futter stimmt, zeigt die Übersicht Hühner füttern.

Zusatzlicht im Winter?

Mit künstlichem Licht im Stall lässt sich die Legepause verkürzen. Hühner mit Zusatzlicht legen meist etwa ein Jahr lang, bevor sie in die Mauser gehen. Viele Hobbyhalter verzichten trotzdem bewusst darauf: Die Winterpause gibt den Hennen Zeit, sich zu erholen, und die Zahl der Eier, die eine Henne im Leben legt, steigt durch Licht nicht beliebig. Wenn Sie Licht einsetzen, dann morgens vor Sonnenaufgang, damit die Hühner abends mit der natürlichen Dämmerung auf die Stange gehen.

Mauser: Federwechsel im Herbst

Alle Hennen sollten mindestens einmal im Jahr mausern. Sie werfen dabei ihre Federn ab und bilden neue; der Stall sieht dann aus, als hätte ein Fuchs gewütet. Die Mauser dauert meist drei bis vier Monate, manchmal länger, und in dieser Zeit legen die Hennen wenig oder gar nicht, weil sie ihr Eiweiß für die neuen Federn brauchen.

  • Futter: Alleinfutter weiter geben; ein paar Sonnenblumenkerne oder etwas mehr Eiweiß helfen beim Federaufbau.
  • Ruhe: Keine neuen Tiere in die Gruppe setzen, nicht umziehen, die Hühner wenig hochnehmen; die nachwachsenden Federkiele sind empfindlich.
  • Keine Wurmkur mit Fenbendazol in der Mauser, es kann das Nachwachsen der Federn stören.
  • Abgrenzen: Federverlust mit roter, wunder oder verkrusteter Haut oder mit Insekten im Gefieder ist keine normale Mauser. Dann Milben, Läuse und Federpicken prüfen.

Die Glucke: brüten lassen oder entglucken?

Braune Henne sitzt tief im Strohnest und brütet
Eine brütige Henne bleibt im Nest und verteidigt es. Foto: AdinaVoicu / Pixabay

Wenn eine Henne tagelang im Nest sitzen bleibt, sich aufplustert, faucht und nach der Hand pickt, ist sie brütig, sie „gluckt“. Rassen wie Seidenhuhn, Brahma oder Orpington tun das besonders oft. Unbehandelt kann das drei bis vier Wochen dauern, auch ohne Eier unter ihr. In dieser Zeit legt sie nicht und frisst wenig.

Brüten lassen lohnt sich nur mit befruchteten Eiern, also mit Hahn oder zugekauften Bruteiern. Setzen Sie die Glucke dann in ein ruhiges, separates Nest mit Futter und Wasser in der Nähe, wo andere Hennen nicht dazulegen. Entglucken funktioniert am schonendsten, indem Sie die Henne für einige Tage in einen hellen Käfig oder ein Abteil mit Gitterboden ohne Nest setzen, mit Futter und Wasser; die meisten Hennen geben die Brutstimmung innerhalb von zwei bis drei Tagen auf.

Brut in 21 Tagen

Ein Hühnerei braucht 21 Tage bis zum Schlupf. Mit einer Glucke müssen Sie kaum etwas tun, sie wärmt und wendet die Eier selbst. Im Brutapparat übernehmen Sie das:

Zeitleiste über 21 Tage: Eier einlegen an Tag 0, schieren an Tag 7 bis 10, ab Tag 18 nicht mehr wenden, Schlupf an Tag 21, Temperatur 36,7 bis 38,3 Grad
Der Brut-Kalender für die Kunstbrut. Zum Vergrößern antippen.
  1. Gerät einregeln

    Den Brutapparat zwei bis drei Tage vor dem Einlegen laufen lassen, bis die Temperatur stabil ist. Hühnereier brauchen 36,7 bis 38,3 Grad; prüfen Sie die Temperatur zweimal täglich.

  2. Wenden

    Die Eier etwa alle sechs Stunden wenden, wenn das Gerät es nicht automatisch tut, bis etwa zum 18. Tag.

  3. Schieren

    Zwischen dem 7. und 10. Tag mit einer hellen Lampe durchleuchten. Eier ohne sichtbare Entwicklung nehmen Sie heraus.

  4. Schlupfphase

    Ab Tag 18 nicht mehr wenden und das Gerät geschlossen halten. Um Tag 21 picken die Küken die Schale an; lassen Sie sie selbst schlüpfen.

Hellbraunes Ei im Stroh, aus dessen aufgebrochener Schale ein Küken herausschaut
Am 21. Tag picken die Küken die Schale auf. Foto: Myriams-Fotos / Pixabay

Rechnen Sie bei den ersten Bruten mit Ausfällen: Wenn eine Haltung neu aufgebaut wird, schlüpfen aus bis zur Hälfte der Eier keine Küken. Und von den Küken, die schlüpfen, sind etwa die Hälfte Hähne. Überlegen Sie vorher, was mit ihnen passiert.

Küken aufziehen

Flauschiges, gelbes Küken steht im Gras zwischen Löwenzahn
Erst wenn die Federn da sind, dürfen Küken länger ins Freie. Foto: birgl / Pixabay

Küken ohne Glucke brauchen eine Wärmequelle. Unter der Wärmeplatte oder im Bereich der Wärmelampe sollte der Boden anfangs 29 bis 32 Grad warm sein; danach senken Sie die Temperatur jede Woche um knapp 3 Grad, bis etwa 21 Grad erreicht sind. Das Verhalten der Küken zeigt Ihnen, ob es passt: Drängen sie sich dicht unter der Wärmequelle zusammen, ist es zu kalt, verteilen sie sich weit weg davon, ist es zu warm. Viele Halter nehmen lieber eine Wärmeplatte als eine Wärmelampe: Die Küken wärmen sich darunter wie unter einer Glucke, und es hängt kein heißer Strahler über der Einstreu.

  • Futter: Kükenfutter von Anfang an, später Junghennenfutter, Legefutter erst ab dem ersten Ei.
  • Wasser: flache Kükentränke, in die die Küken nicht hineinfallen können.
  • Einstreu: trocken und sauber halten; feuchte Einstreu begünstigt Kokzidiose.
  • Impfung: Marek-Impfung erfolgt direkt nach dem Schlupf, die Newcastle-Impfung ist für alle Hühner Pflicht.

Hahn oder Henne?

Bei den meisten Rassen lässt sich das Geschlecht am Küken nicht sicher erkennen. Mit einigen Wochen zeigen Hähne meist einen größeren, früher rot werdenden Kamm und größere Kehllappen, kräftigere Beine und später spitze, glänzende Sichel- und Halsfedern. Spätestens das erste Krähen bringt Gewissheit. Es gibt Rassen, bei denen die Küken nach Geschlecht unterschiedlich gefärbt schlüpfen; das bleibt aber die Ausnahme.

Häufige Fragen

Wie lange brütet ein Huhn?

21 Tage. Die Zeit läuft ab dem Moment, an dem die Glucke dauerhaft auf den Eiern sitzt oder die Eier in den Brutapparat kommen.

Wie lange dauert die Mauser bei Hühnern?

Meist drei bis vier Monate, manchmal länger. In dieser Zeit legen die Hennen wenig oder gar nicht.

Legen Hühner im Winter Eier?

Ohne Zusatzlicht deutlich weniger oder gar nicht, weil sie für eine stetige Legeleistung 13 bis 16 Stunden Licht am Tag brauchen. Ab Februar steigt die Leistung wieder.

Wie warm muss es für Küken sein?

Anfangs 29 bis 32 Grad unter der Wärmequelle, dann jede Woche knapp 3 Grad weniger, bis etwa 21 Grad erreicht sind.

Quellen

  1. MSD Veterinary Manual: Laying and Reproduction in Backyard Poultry (Licht, Mauser, Brütigkeit, Kunstbrut)
  2. MSD Veterinary Manual: Management of Growing Chickens (Temperatur unter der Wärmequelle)
  3. MSD Veterinary Manual: Helminthiasis in Poultry (Fenbendazol und Mauser)
  4. MSD Veterinary Manual: Common Infectious Diseases in Backyard Poultry (Kokzidiose, Marek)
  5. Bundesministerium der Justiz: Geflügelpest-Verordnung, § 4 Früherkennung

Bald in diesem Thema

  • Hühner legen keine Eier
  • Mauser bei Hühnern
  • Küken aufziehen mit Wärmeplatte
  • Glucke: brüten lassen oder entglucken

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