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Huhn & Hof

Hühner füttern

Was dürfen Hühner fressen? Die große Liste

Von 4 Min. Lesezeit

Henne mit braun gesprenkeltem Gefieder läuft durch ein Gartenbeet
Foto: lennartbruchhaus / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

Inhalt dieser Seite

Hühner dürfen fast alles Obst, Gemüse, Getreide und viele Wildkräuter fressen, aber nicht alles, und manches ist für Hühner sogar rechtlich verboten. Avocado, rohe oder grüne Kartoffeln, rohe Bohnen, Schokolade und Salziges sind tabu. Speisereste mit Fleisch, Fisch, Milch oder Ei dürfen nach dem Recht für tierische Nebenprodukte nicht an Hühner gehen, auch nicht im Garten. Unser Verzeichnis unten beantwortet die Frage für rund 190 Lebensmittel und Pflanzen, jeweils mit Begründung. Es gehört zur Übersicht Hühner füttern, die erklärt, warum das Alleinfutter immer die Grundlage bleibt.

So lesen Sie die Liste

  • Ja: unbedenklich als Beifutter, in vernünftigen Mengen.
  • In Maßen: erlaubt, aber nur wenig oder nur mit Einschränkung, etwa ohne Kerne.
  • Nein: giftig, gesundheitlich schädlich oder rechtlich verboten.
  • Unklar – lieber nicht: Es gibt keine verlässlichen Daten für Hühner. Im Zweifel lassen Sie es weg.

191 von 191 Einträgen

  • Apfel · ObstJaFruchtfleisch und Schale sind gut verträglich. Kerngehäuse möglichst entfernen, die Kerne enthalten Amygdalin.
  • Apfelkerne · ObstIn MaßenEnthalten Amygdalin, aus dem Blausäure entstehen kann. Einzelne Kerne sind kein Problem, größere Mengen meiden.
  • Birne · ObstJaReif und in Stücken gern gefressen. Kerngehäuse wie beim Apfel entfernen.
  • Banane · ObstIn MaßenViel Zucker, wenig Nährstoffe für Hühner. Ohne Schale, als kleine Leckerei.
  • Bananenschale · ObstUnklar – lieber nichtZäh, schwer zu zerkleinern und oft mit Pflanzenschutz behandelt. Lieber in den Kompost.
  • Erdbeeren · ObstJaSehr beliebt. Auch angedrückte Früchte aus dem Garten sind in Ordnung, solange sie nicht schimmeln.
  • Himbeeren · ObstJaGut verträglich, in Maßen wegen des Zuckers.
  • Brombeeren · ObstJaReife Beeren sind unbedenklich. Hühner holen sie sich gern selbst vom Strauch.
  • Heidelbeeren · ObstJaGut verträglich, kleine Mengen genügen.
  • Johannisbeeren · ObstJaRote und schwarze Johannisbeeren werden gern gepickt.
  • Stachelbeeren · ObstJaReif gefüttert unbedenklich.
  • Weintrauben · ObstIn MaßenFür Hühner ist keine Giftwirkung bekannt, aber viel Zucker. Ganze große Beeren halbieren.
  • Rosinen · ObstIn MaßenSehr zuckerreich und klebrig. Höchstens einzelne als Lockmittel.
  • Kirschen (ohne Kern) · ObstIn MaßenFruchtfleisch ist in Ordnung. Kerne enthalten Amygdalin und gehören nicht ins Futter.
  • Kirschkerne · ObstNeinEnthalten Amygdalin, aus dem Blausäure entstehen kann. Nicht füttern.
  • Pflaumen, Zwetschgen · ObstIn MaßenReifes Fruchtfleisch ohne Stein. Viel Zucker, wirkt abführend.
  • Aprikosen · ObstIn MaßenFruchtfleisch ja, Stein und Kern nein (Amygdalin).
  • Pfirsiche, Nektarinen · ObstIn MaßenFruchtfleisch ja, Stein nein.
  • Wassermelone · ObstJaIm Sommer eine gute Erfrischung. Auch die Kerne sind unproblematisch.
  • Honigmelone · ObstJaFruchtfleisch und Kerne werden gern gefressen.
  • Mango · ObstIn MaßenFruchtfleisch in kleinen Mengen. Den großen Kern nicht anbieten.
  • Ananas · ObstIn MaßenSäuerlich und faserig, nur kleine Stücke ohne Schale.
  • Kiwi · ObstIn MaßenFruchtfleisch in kleinen Mengen, viele Hühner mögen es nicht.
  • Feigen · ObstIn MaßenSüß und abführend, nur gelegentlich.
  • Zitrone, Orange, Mandarine · ObstIn MaßenFür Hühner ist keine Giftwirkung belegt, aber sehr sauer. Die meisten Hühner lassen Zitrusfrüchte liegen.
  • Avocado · ObstNeinEnthält Persin, das bei Vögeln Herzmuskelschäden auslösen kann. Hühner gelten als weniger empfindlich als Ziervögel, das Risiko lohnt sich aber nicht. Auch Schale, Kern und Blätter nicht.
  • Quitte (roh) · ObstIn MaßenRoh sehr hart. Kerne wie bei Apfel und Birne entfernen.
  • Hagebutten · ObstJaReife Früchte im Herbst werden gern gepickt.
  • Holunderbeeren (roh) · ObstNeinRohe, vor allem unreife Beeren, Blätter und Stiele enthalten Sambunigrin. Nicht füttern.
  • Vogelbeeren (Eberesche) · ObstUnklar – lieber nichtRoh enthalten sie Parasorbinsäure. Wildvögel fressen sie, für Hühner fehlt eine klare Aussage.
  • Fallobst (angefault) · ObstNeinGärendes oder schimmeliges Obst kann Mykotoxine enthalten und vergärt im Kropf.
  • Trockenobst (geschwefelt) · ObstNeinZucker und Schwefelverbindungen. Kein Futter für Hühner.
  • Möhren · GemüseJaRoh geraspelt oder als ganze Möhre zum Bepicken. Auch das Grün ist in Ordnung.
  • Gurke · GemüseJaWasserreich, gut im Sommer. Bitter schmeckende Gurken wegwerfen.
  • Zucchini · GemüseJaRoh in Stücken. Bitter schmeckende Zucchini nie verfüttern: Die Bitterstoffe (Cucurbitacine) sind giftig.
  • Kürbis · GemüseJaFruchtfleisch und Kerne werden gern gefressen. Zierkürbisse und bittere Kürbisse nicht.
  • Kürbiskerne · GemüseJaRoh und ungesalzen ein gutes Beifutter.
  • Paprika · GemüseJaDas Fruchtfleisch ist unbedenklich. Kerne und Strunk dürfen dabei sein.
  • Tomaten (reif) · GemüseIn MaßenReife, rote Früchte in kleinen Mengen.
  • Tomaten (grün, unreif) · GemüseNeinUnreife Tomaten enthalten Solanin. Nur reife, rote Früchte.
  • Tomatenpflanze, Blätter · GemüseNeinBlätter und Stängel enthalten Glykoalkaloide. Nicht füttern.
  • Kartoffeln (roh) · GemüseNeinRohe Kartoffeln und vor allem Schale, Keime und grüne Stellen enthalten Solanin (Glykoalkaloide).
  • Kartoffelschalen · GemüseNeinDie Glykoalkaloide sitzen größtenteils in der Schale. Nicht füttern.
  • Kartoffeln (grün oder gekeimt) · GemüseNeinGrüne Stellen und Keime haben besonders viel Solanin.
  • Kartoffeln (gekocht, geschält) · GemüseUnklar – lieber nichtEin Teil der Glykoalkaloide geht ins Kochwasser über, zerstört wird es nicht sicher. Gekochte Reste gelten außerdem als Küchenabfall.
  • Süßkartoffel (roh) · GemüseUnklar – lieber nichtRoh schwer verdaulich, Datenlage für Hühner dünn.
  • Aubergine (roh) · GemüseUnklar – lieber nichtNachtschattengewächs mit Solanin, vor allem unreif. Lieber nicht.
  • Grüne Bohnen (roh) · GemüseNeinSamen und Hülsen enthalten Phasin, ein Lektin, das erst durch starke Hitze zerstört wird.
  • Trockenbohnen (roh) · GemüseNeinRohe Bohnen, besonders Kidneybohnen, enthalten Lektine. Nicht füttern.
  • Erbsen (frisch) · GemüseIn MaßenFrische Gartenerbsen in kleinen Mengen werden gern gepickt.
  • Linsen (roh, trocken) · GemüseUnklar – lieber nichtRohe Hülsenfrüchte enthalten Lektine und Hemmstoffe. Lieber nicht.
  • Mais (frisch am Kolben) · GemüseJaBeliebte Beschäftigung: den Kolben aufhängen und picken lassen.
  • Kopfsalat, Eisbergsalat · GemüseJaGern gefressen, aber nährstoffarm. Ergänzung, kein Futterersatz.
  • Weißkohl, Rotkohl · GemüseIn MaßenGut im Winter zum Aufhängen. Große Mengen können blähen.
  • Grünkohl · GemüseJaNährstoffreiches Wintergrün. Im Ganzen aufhängen.
  • Brokkoli · GemüseJaRoh oder Strunk geraspelt, auch die Blätter.
  • Blumenkohl · GemüseJaRoh in Stücken, die Blätter werden gern gefressen.
  • Rosenkohl · GemüseIn MaßenRoh halbiert, in Maßen.
  • Spinat · GemüseIn MaßenEnthält Oxalsäure, die Kalzium bindet. Nicht als Hauptgrünfutter für Legehennen.
  • Mangold · GemüseIn MaßenWie Spinat oxalsäurehaltig, in Maßen.
  • Rote Bete · GemüseIn MaßenRoh geraspelt in kleinen Mengen. Färbt den Kot rot, das ist harmlos.
  • Futterrüben, Steckrüben · GemüseJaKlassisches Winterfutter, halbiert zum Bepicken.
  • Pastinaken · GemüseJaRoh geraspelt.
  • Sellerie · GemüseIn MaßenFaserig: Stangen klein schneiden, damit nichts im Kropf hängen bleibt.
  • Radieschen · GemüseJaKnollen und Blätter in kleinen Mengen.
  • Rhabarber (Stiele) · GemüseNeinViel Oxalsäure. Für Hühner ungeeignet.
  • Rhabarberblätter · GemüseNeinSehr oxalsäurereich. Nicht füttern.
  • Zwiebeln · GemüseUnklar – lieber nichtZwiebelgewächse schädigen bei vielen Tieren die roten Blutkörperchen. Für Hühner fehlen klare Daten, also lieber nicht.
  • Knoblauch · GemüseUnklar – lieber nichtWie Zwiebeln ein Lauchgewächs. Als Futter nicht nötig, Wirkung bei Hühnern unklar.
  • Lauch, Porree · GemüseUnklar – lieber nichtLauchgewächs. Lieber nicht.
  • Pilze (Speisepilze, roh) · GemüseUnklar – lieber nichtKeine klare Datenlage. Wildpilze auf keinen Fall.
  • Oliven · GemüseNeinMeist stark gesalzen.
  • Spargel · GemüseIn MaßenKleine Stücke roh oder Schalen in Maßen; faserig.
  • Artischocke · GemüseUnklar – lieber nichtKeine Daten für Hühner. Lieber nicht.
  • Topinambur · GemüseJaKnollen roh geraspelt, das Laub wird ebenfalls gefressen.
  • Petersilie · Kräuter & SalatIn MaßenIn kleinen Mengen unbedenklich.
  • Basilikum · Kräuter & SalatJaFrisch gern gefressen.
  • Oregano · Kräuter & SalatJaFrisch oder getrocknet in kleinen Mengen.
  • Thymian · Kräuter & SalatJaFrisch in kleinen Mengen.
  • Minze · Kräuter & SalatJaFrische Blätter in kleinen Mengen.
  • Salbei · Kräuter & SalatIn MaßenKräftig, nur wenig.
  • Dill · Kräuter & SalatJaFrisches Kraut wird gern gefressen.
  • Schnittlauch · Kräuter & SalatUnklar – lieber nichtLauchgewächs wie Zwiebel. Lieber nicht.
  • Kresse · Kräuter & SalatJaSchnell selbst gezogen, gutes Wintergrün.
  • Feldsalat · Kräuter & SalatJaGutes Wintergrün.
  • Rucola · Kräuter & SalatJaWürzig, in kleinen Mengen.
  • Chicorée, Endivie · Kräuter & SalatJaBitter, wird aber meist gefressen.
  • Kamille · Kräuter & SalatJaFrisch oder getrocknet, auch im Nest als Einstreu-Beimischung beliebt.
  • Ringelblume · Kräuter & SalatJaBlüten werden gern gefressen.
  • Lavendel · Kräuter & SalatIn MaßenAls Einstreu-Duft verbreitet, gefressen nur wenig.
  • Rosmarin · Kräuter & SalatIn MaßenHart und harzig, nur wenig.
  • Weizen · Getreide & SamenJaKlassisches Körnerfutter. Ergänzt das Alleinfutter, ersetzt es nicht.
  • Gerste · Getreide & SamenJaWird gefressen, Spelzen machen sie etwas sperriger als Weizen.
  • Hafer · Getreide & SamenJaGanz oder gequetscht, faserreich.
  • Haferflocken · Getreide & SamenIn MaßenTrocken in kleinen Mengen. Nicht mit Milch anrühren.
  • Roggen · Getreide & SamenIn MaßenWeniger beliebt. Mutterkorn-befallenes Getreide nie verfüttern.
  • Mais (Körner, getrocknet) · Getreide & SamenJaEnergiereich, gut im Winter. Viel Mais macht Hühner fett.
  • Hirse · Getreide & SamenJaKleinkörnig, gut für Zwerghühner und Junghennen.
  • Reis (roh) · Getreide & SamenIn MaßenRoher Reis ist für Hühner nicht gefährlich, liefert aber kaum mehr als Stärke.
  • Buchweizen · Getreide & SamenIn MaßenIn kleinen Mengen.
  • Dinkel · Getreide & SamenJaWie Weizen.
  • Sonnenblumenkerne · Getreide & SamenIn MaßenSehr fettreich. Gut zur Mauser, sonst sparsam.
  • Leinsamen · Getreide & SamenIn MaßenFettreich, kleine Mengen.
  • Hanfsamen · Getreide & SamenIn MaßenFettreich, kleine Mengen.
  • Kürbiskerne (getrocknet) · Getreide & SamenJaUngesalzen ein gutes Beifutter.
  • Erdnüsse (ungesalzen) · Getreide & SamenIn MaßenFettreich. Nur einwandfreie Ware, verschimmelte Nüsse können Aflatoxine enthalten.
  • Walnüsse, Haselnüsse · Getreide & SamenIn MaßenUngesalzen und gehackt, sparsam.
  • Mandeln (süß) · Getreide & SamenIn MaßenUngesalzen, sparsam. Bittermandeln nie.
  • Bittermandeln · Getreide & SamenNeinEnthalten viel Amygdalin.
  • Gesalzene Nüsse · Getreide & SamenNeinSalz schadet Hühnern, besonders wenn Wasser knapp ist.
  • Wildvogelfutter · Getreide & SamenIn MaßenKörnermischung ist in Ordnung, Meisenknödel mit Fett nicht.
  • Keimlinge (selbst gezogen) · Getreide & SamenJaGekeimter Weizen oder Hafer ist gutes Wintergrün.
  • Schimmeliges Getreide · Getreide & SamenNeinSchimmelpilze bilden Mykotoxine. Immer wegwerfen.
  • Gras (kurz) · Garten & WieseJaFrisches, kurzes Gras im Auslauf ist ideal.
  • Rasenschnitt (lang) · Garten & WieseNeinLange Halme können den Kropf verstopfen, angegorener Schnitt verdirbt schnell.
  • Löwenzahn · Garten & WieseJaBlätter und Blüten sind ein Leckerbissen.
  • Brennnessel · Garten & WieseJaJunge Triebe, gern auch getrocknet im Winter.
  • Vogelmiere · Garten & WieseJaEines der beliebtesten Wildkräuter.
  • Klee · Garten & WieseJaWeiß- und Rotklee werden gern gefressen.
  • Giersch · Garten & WieseJaJunge Blätter werden gefressen.
  • Spitzwegerich · Garten & WieseJaWird gern gezupft.
  • Gänseblümchen · Garten & WieseJaBlüten und Blätter.
  • Sauerampfer · Garten & WieseIn MaßenOxalsäurehaltig, nur wenig.
  • Laub (Obstbäume) · Garten & WieseIn MaßenHühner scharren gern darin. Eiben-, Eichen- und Nussbaumlaub nicht anbieten.
  • Regenwürmer · Garten & WieseJaNatürliches Futter beim Scharren.
  • Schnecken · Garten & WieseIn MaßenWerden gefressen, Schnecken können aber Parasiten übertragen. Nicht gezielt sammeln und verfüttern.
  • Insekten, Käfer, Larven · Garten & WieseJaNatürliches Eiweiß beim Scharren.
  • Mehlwürmer (gekauft, getrocknet) · Garten & WieseIn MaßenAls Futtermittel für Geflügel gekauft in Ordnung, wegen des hohen Eiweißes sparsam. Futterinsekten aus dem Zoohandel: Etikett prüfen.
  • Moos · Garten & WieseUnklar – lieber nichtWird kaum gefressen. Kein Nutzen.
  • Eibe · GiftpflanzenNeinHochgiftig für fast alle Tiere, Nadeln und Samen.
  • Oleander · GiftpflanzenNeinHerzwirksame Glykoside, hochgiftig.
  • Goldregen · GiftpflanzenNeinSamen und Hülsen sind hochgiftig.
  • Fingerhut · GiftpflanzenNeinHerzwirksame Glykoside.
  • Maiglöckchen · GiftpflanzenNeinHerzwirksame Glykoside.
  • Tollkirsche · GiftpflanzenNeinHochgiftige Alkaloide.
  • Herbstzeitlose · GiftpflanzenNeinColchicin, hochgiftig.
  • Jakobskreuzkraut · GiftpflanzenNeinPyrrolizidinalkaloide schädigen die Leber. Im Auslauf ausreißen.
  • Rhododendron, Azalee · GiftpflanzenNeinGiftige Grayanotoxine.
  • Kirschlorbeer · GiftpflanzenNeinBlätter und Samen enthalten blausäurebildende Stoffe.
  • Thuja (Lebensbaum) · GiftpflanzenNeinGiftig, auch als Heckenschnitt nicht in den Auslauf.
  • Buchsbaum · GiftpflanzenNeinGiftige Alkaloide.
  • Efeu · GiftpflanzenNeinSaponine, giftig.
  • Engelstrompete · GiftpflanzenNeinHochgiftige Tropanalkaloide.
  • Stechapfel · GiftpflanzenNeinHochgiftige Tropanalkaloide.
  • Lupinen (Zierlupine) · GiftpflanzenNeinBitterstoffe (Alkaloide).
  • Rizinus (Wunderbaum) · GiftpflanzenNeinSamen enthalten Rizin.
  • Tabak · GiftpflanzenNeinNikotin.
  • Narzissen, Tulpen (Zwiebeln) · GiftpflanzenNeinZwiebeln und Pflanzen sind giftig.
  • Hortensie · GiftpflanzenNeinEnthält blausäurebildende Stoffe.
  • Robinie · GiftpflanzenNeinRinde, Samen und Blätter giftig.
  • Adlerfarn · GiftpflanzenNeinGiftig für viele Tiere.
  • Brot (frisch, trocken) · Küche & ResteIn MaßenReine Backwaren ohne Kontakt zu tierischen Resten zählen nach Angaben von Veterinärämtern nicht als Speiseabfall. Für Hühner aber nährstoffarm: höchstens wenig, eingeweicht.
  • Schimmeliges Brot · Küche & ResteNeinSchimmelpilze bilden Mykotoxine.
  • Kuchen, Kekse · Küche & ResteNeinZucker, Fett und oft Ei, Milch oder Butter: Speiseabfall mit tierischen Anteilen.
  • Gekochte Nudeln · Küche & ResteUnklar – lieber nichtGekochte Reste aus der Küche sind rechtlich heikel (Küchen- und Speiseabfall), Nudeln enthalten oft Ei. Lieber nicht.
  • Gekochter Reis · Küche & ResteUnklar – lieber nichtRein pflanzliche, getrennt gesammelte Reste sind nach einigen Veterinärämtern zulässig, andere raten generell ab. Lieber nicht.
  • Gemüseschalen (roh, getrennt gesammelt) · Küche & ResteIn MaßenRein pflanzlich und getrennt von anderen Resten gesammelt gelten sie bei mehreren Veterinärämtern nicht als Speiseabfall. Keine Kartoffelschalen.
  • Gemischte Essensreste · Küche & ResteNeinKüchen- und Speiseabfälle mit tierischen Anteilen dürfen nicht an Nutztiere verfüttert werden, auch nicht an Hobbyhühner.
  • Suppe, Soße, Eintopf · Küche & ResteNeinSpeiseabfall, meist mit Brühe, Fleisch oder Sahne und viel Salz.
  • Pizza, Fast Food · Küche & ResteNeinSpeiseabfall mit tierischen Zutaten, viel Salz.
  • Pommes, Chips · Küche & ResteNeinSalz und Fett.
  • Speiseöl, Bratfett · Küche & ResteNeinGebrauchtes Fett gehört zu den Küchenabfällen.
  • Kaffeesatz · Küche & ResteNeinKoffein und andere Methylxanthine.
  • Teebeutel, Teeblätter · Küche & ResteNeinKoffein bzw. Teein.
  • Schokolade, Kakao · Küche & ResteNeinTheobromin und Koffein sind für viele Tierarten giftig.
  • Süßigkeiten · Küche & ResteNeinZucker, Fett, teils Schokolade.
  • Salz, gesalzene Speisen · Küche & ResteNeinSalz kann bei Hühnern zu Vergiftungen führen, vor allem wenn das Wasser knapp oder eingefroren ist.
  • Alkohol, Bier, Treber aus der Küche · Küche & ResteNeinAlkohol ist giftig.
  • Essig, eingelegtes Gemüse · Küche & ResteNeinSäure und Salz.
  • Marmelade, Honig · Küche & ResteNeinReiner Zucker. Honig ist zudem ein tierisches Erzeugnis.
  • Fleisch, Wurst · TierischesNeinVerfütterungsverbot: Küchen- und Speiseabfälle mit tierischen Erzeugnissen dürfen nicht an Nutztiere gehen.
  • Fisch · TierischesNeinTierisches Erzeugnis aus der Küche: verboten.
  • Milch · TierischesNeinTierisches Erzeugnis aus der Küche, zudem schlecht verträglich.
  • Joghurt, Quark · TierischesNeinMilchprodukte aus der Küche fallen unter das Verfütterungsverbot.
  • Käse · TierischesNeinMilchprodukt und salzreich.
  • Eier (auch eigene) · TierischesNeinVeterinärämter weisen darauf hin, dass auch Eier aus dem eigenen Bestand nicht an Hühner verfüttert werden dürfen.
  • Eierschalen · TierischesNeinLaut Veterinärämtern ebenfalls nicht verfüttern. Für Kalzium gibt es Muschelkalk.
  • Knochen · TierischesNeinTierisches Nebenprodukt.
  • Hundefutter, Katzenfutter · TierischesNeinEnthält tierische Bestandteile und ist nicht für Geflügel zugelassen.
  • Mäuse (selbst gefangen) · TierischesUnklar – lieber nichtHühner fangen gelegentlich Mäuse. Gezielt verfüttern sollten Sie keine; vergiftete Nager sind gefährlich.
  • Legemehl, Legepellets · SonstigesJaAlleinfutter für Legehennen: deckt Eiweiß, Kalzium, Vitamine. Grundlage jeder Fütterung.
  • Kükenfutter · SonstigesJaFür Küken und Junghennen. Erwachsene Legehennen brauchen mehr Kalzium.
  • Legefutter für Junghennen · SonstigesNeinDer hohe Kalziumgehalt kann bei nicht legenden, wachsenden Tieren die Nieren dauerhaft schädigen.
  • Muschelkalk · SonstigesJaZusätzliches Kalzium für feste Schalen, getrennt anbieten.
  • Grit (Magenkiesel) · SonstigesJaKleine Steinchen zum Zerkleinern der Nahrung im Muskelmagen.
  • Kieselgur · SonstigesIn MaßenWird gegen Milben im Stall verstreut. Staub nicht einatmen, nicht ins Futter mischen.
  • Holzasche · SonstigesUnklar – lieber nichtManche nutzen sie im Sandbad. Asche von behandeltem Holz ist schädlich. Lieber nicht.
  • Kaninchenfutter, Pellets · SonstigesUnklar – lieber nichtNicht auf Hühner abgestimmt, teils mit Zusätzen. Lieber nicht.
  • Heu · SonstigesIn MaßenAls Beschäftigung, aber lange Halme können den Kropf verstopfen.
  • Stroh · SonstigesIn MaßenEinstreu, kein Futter.
  • Zeitungspapier, Karton · SonstigesNeinKein Futter, Druckfarbe.

Drei Regeln, die immer gelten

  1. Beifutter bleibt Beifutter

    Eine Legehenne frisst höchstens etwa 100 Gramm am Tag. Jede Leckerei verdrängt einen Teil des Alleinfutters, das Eiweiß, Kalzium und Vitamine im richtigen Verhältnis liefert. Viele Leckereien und wenig Bewegung machen Hühner fett.

  2. Nichts Verdorbenes

    Schimmeliges Brot, gärendes Fallobst oder muffiges Getreide können Mykotoxine enthalten. Was Sie selbst nicht mehr essen würden, weil es verdorben ist, gehört in die Biotonne, nicht in den Auslauf.

  3. Kein Salz, kein Zucker, keine Küchenreste mit tierischen Anteilen

    Salz kann bei Hühnern zu Vergiftungen führen, besonders wenn das Wasser knapp oder eingefroren ist. Speisereste mit Fleisch, Fisch, Milch oder Ei sind verboten.

Warum Küchenreste ein Rechtsthema sind

Weißes Huhn mit flauschigem Gefieder pickt Maiskörner, daneben Maiskolben
Mais ist erlaubt, gemischte Essensreste vom Teller nicht. Foto: furbymama / Pixabay

Hühner, die Eier für Ihre Küche legen, sind rechtlich Nutztiere. Für Nutztiere gilt nach der EU-Verordnung über tierische Nebenprodukte ein Verbot, Küchen- und Speiseabfälle zu verfüttern. Das Veterinäramt der Stadt Halle (Saale) erinnert ausdrücklich daran, dass die Regel unabhängig von der Größe der Haltung gilt, also auch für private Hühnerhalter, und dass weder Eier, auch nicht aus dem eigenen Bestand, noch Eierschalen an Hühner gehen dürfen. Speisereste können Erreger wie das Virus der Newcastle-Krankheit oder der Geflügelpest einschleppen.

Ausnahmen beschreibt zum Beispiel der Landkreis Oder-Spree: Rein pflanzliche Reste, die getrennt gesammelt und gelagert werden, und reine Backwaren wie Brot und Brötchen fallen nach dessen Merkblatt nicht unter den Begriff, sofern sie vorher keinen Kontakt zu tierischen Nebenprodukten hatten. Deshalb steht in unserer Liste bei Gemüseschalen „In Maßen“, bei gemischten Resten „Nein“ und bei gekochten Nudeln oder Reis „Unklar – lieber nicht“. Wer sichergehen will, fragt sein Veterinäramt.

Die wichtigsten Giftstoffe im Überblick

StoffSteckt inWarum gefährlich
PersinAvocado: Frucht, Schale, Kern, Blätter✗ kann bei Vögeln Herzmuskelschäden auslösen; Hühner gelten als weniger empfindlich als Ziervögel
Solanin (Glykoalkaloide)Kartoffelschalen, Keime, grüne Stellen, unreife Tomaten✗ sitzt vor allem in Schale und Keimen; Kochen zerstört es nicht sicher, ein Teil geht ins Kochwasser
Phasin (Lektin)rohe grüne Bohnen, rohe Trockenbohnen✗ wird erst durch starke Hitze zerstört
Theobromin, KoffeinSchokolade, Kakao, Kaffeesatz, Tee✗ für viele Tierarten giftig
SalzChips, gesalzene Nüsse, Wurst, Käse, Brühe✗ Vergiftung möglich, besonders bei knappem Wasser
AmygdalinKerne von Kirschen, Aprikosen, Pfirsichen, Bittermandeln, Apfelkerne! bildet Blausäure; einzelne Apfelkerne sind unproblematisch
OxalsäureRhabarber, viel Spinat, Sauerampfer! bindet Kalzium; Rhabarber gar nicht
MykotoxineSchimmel auf Brot, Getreide, Nüssen, Obst✗ immer wegwerfen

Giftpflanzen im und am Auslauf

Braune Henne läuft über trockenen, sandigen Boden mit wenigen Pflanzen
Was im Auslauf wächst, wird früher oder später angepickt. Foto: Alexas_Fotos / Pixabay

Hühner meiden viele Giftpflanzen von selbst, besonders wenn genug anderes Grün da ist. Verlassen sollten Sie sich darauf nicht, vor allem bei Junghennen und in kahlen Ausläufen. Entfernen Sie Eibe, Thuja, Kirschlorbeer, Buchsbaum, Goldregen, Oleander und Jakobskreuzkraut aus der Reichweite der Hühner und werfen Sie keinen Heckenschnitt in den Auslauf. In der Liste oben finden Sie unter der Kategorie „Giftpflanzen“ die wichtigsten Arten.

Wann zum Tierarzt?

  • Ein Huhn hat etwas Giftiges gefressen und wirkt matt, taumelt, atmet schwer oder hat Durchfall.
  • Mehrere Hühner zeigen plötzlich Krankheitszeichen, nachdem sie etwas Neues bekommen haben.
  • Sie wissen nicht, was das Huhn gefressen hat: Nehmen Sie Reste der Pflanze oder des Futters mit in die Praxis.

Häufige Fragen

Dürfen Hühner Avocado fressen?

Nein. Avocado enthält Persin, das bei Vögeln Herzmuskelschäden auslösen kann. Hühner gelten zwar als weniger empfindlich als Ziervögel, das Risiko lohnt sich aber nicht.

Dürfen Hühner Kartoffelschalen fressen?

Nein. Die Glykoalkaloide wie Solanin sitzen größtenteils in der Schale, in den Keimen und in grünen Stellen.

Dürfen Hühner Brot fressen?

Wenig frisches, trockenes Brot ohne Kontakt zu tierischen Resten ist nach Merkblättern von Veterinärämtern kein verbotener Speiseabfall. Nährstoffe liefert es Hühnern aber kaum, und schimmeliges Brot ist tabu.

Dürfen Hühner Eierschalen fressen?

Veterinärämter weisen darauf hin, dass Eier und Eierschalen nicht an Hühner verfüttert werden dürfen, auch nicht aus dem eigenen Bestand. Für Kalzium bieten Sie Muschelkalk an.

Quellen

  1. MSD Veterinary Manual: Avocado Toxicosis in Animals
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung: Fragen und Antworten zu Solanin (Glykoalkaloiden) in Kartoffeln
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung: Only enjoy cooked beans
  4. MSD Veterinary Manual: Chocolate Toxicosis in Animals
  5. MSD Veterinary Manual: Salt Toxicosis in Animals
  6. MSD Veterinary Manual: Management of Backyard Poultry (Futtermenge, Kalzium)
  7. Stadt Halle (Saale), Veterinäramt: Verbot der Verfütterung von Küchen- und Speiseabfällen an Nutztiere
  8. Landkreis Oder-Spree: Verfütterung von Speiseabfällen

Mehr zum Thema: Hühner füttern: die Übersicht

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