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Huhn & Hof

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Hühnerrassen: welche Rasse zu Ihrem Garten passt

Von 6 Min. Lesezeit

Bunter Hahn und mehrere Hennen verschiedener Rassen auf einer Wiese vor einem Stall
Foto: Tuor / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

Inhalt dieser Seite

Die richtige Rasse entscheidet darüber, wie viele Eier Sie bekommen, wie viel Platz die Hühner brauchen, ob sie über den Zaun fliegen und wie zahm sie werden. Diese Übersicht stellt die Rassen vor, nach denen Hobbyhalter am häufigsten fragen, und sortiert sie nach dem, was Ihnen wichtig ist: viele Eier, ruhiges Wesen, wenig Platz oder bunte Eier. Bevor Sie Tiere kaufen, klären Sie die Pflichten aus unserer Übersicht Hühner halten; die Anmeldung gilt für jede Rasse gleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Eier: Legehybriden und Legerassen.
  • Ruhig und zutraulich: schwere Rassen wie Orpington, Brahma und Cochin.
  • Wenig Platz: Zwerghühner, aber sie fliegen gut.
  • Bunte Eier: Araucana legt blaue bis türkisfarbene Eier, Kreuzungen damit legen grüne.
  • Zum Brüten: Seidenhühner und viele schwere Rassen haben einen ausgeprägten Bruttrieb.

Rassen im Überblick

Die Tabelle ordnet die bekannten Rassen grob ein. Die Legeleistung hängt stark von Zuchtlinie, Alter, Futter und Licht ab; die Zahlen sind deshalb Richtwerte für das erste Legejahr.

RasseEier im JahrSchalenfarbeGrößeFür Anfänger
Legehybridesehr vielebraun oder weißmittel✓ ja
Orpingtonca. 180braungroß, schwer✓ ja
Brahmaca. 140 (2. Jahr ca. 100)braunsehr groß✓ ja, mit viel Platz
Cochinmittelbraunsehr groß✓ ja, mit viel Platz
Seidenhuhnca. 80cremeklein! ja, aber empfindlich bei Nässe
Araucanagutblau bis türkismittel✓ ja
Zwerghühnerje nach Rasse 25 bis 180verschiedenklein! ja, Auslauf abdecken
Vergleichsgrafik von sechs Hühnerrassen mit Eierzahl, Schalenfarbe und Typ
Sechs Rassen auf einen Blick: Eier, Schalenfarbe und Charakter. Zum Vergrößern antippen.

Welche Rasse für Anfänger?

Für den Einstieg eignen sich Hühner, die robust sind, nicht fliegen wollen und ruhig mit Menschen umgehen. Zwei Wege haben sich bewährt:

  • Legehybriden, wenn Ihnen viele Eier am wichtigsten sind. Sie sind auf Leistung gezüchtet und legen fast täglich, dafür lässt die Leistung nach dem ersten Jahr oft spürbar nach.
  • Schwere, ruhige Rassen wie Orpington, wenn Sie Hühner zum Anfassen möchten, etwa mit Kindern. Orpington gelten als ruhig und werden schnell zutraulich. Wegen ihres Gewichts flattern sie kaum über Zäune von 1,30 Metern Höhe.

Weniger geeignet für den Start sind sehr leichte, flugfreudige Rassen in kleinen Gärten ohne abgedeckten Auslauf sowie Rassen mit Haube oder seidigem Gefieder in nassen Lagen.

Legehennen: wenn es um Eier geht

Mehrere braune Legehennen stehen im hohen Gras einer Wiese
Braune Legehennen im Auslauf: Für viele Eier sind sie die erste Wahl. Foto: tshirt71 / Pixabay

Als Legehennen bezeichnet man Hühner, die vor allem für Eier gehalten werden. Im Garten sind das meist Legehybriden aus der Geflügelzucht oder klassische Legerassen. Sie sind mittelgroß, lebhaft und fressen im Verhältnis zu ihrer Leistung wenig. Ein wichtiger Punkt beim Kauf: Junghennen kommen meist mit etwa vier bis fünf Monaten in den Garten. Bis sie legen, brauchen sie Junghennenfutter, denn das kalziumreiche Legefutter kann bei Tieren, die noch nicht legen, die Nieren dauerhaft schädigen. Mehr dazu unter Hühner füttern.

Alle Hennen legen mit kürzer werdenden Tagen weniger und machen einmal im Jahr eine Mauser durch. Warum das so ist, erklären wir unter Eier, Jahreszeiten und Küken.

Zwerghühner: klein, aber nicht anspruchslos

Drei Sebright-Zwerghühner mit silberweißem, schwarz gesäumtem Gefieder auf einem Rasen
Sebright gehören zu den ursprünglichen, sehr kleinen Zwerghühnern. Foto: Jeannette1980 / Pixabay

Zwerghühner sind keine eigene Rasse, sondern eine Gruppe. Es gibt die ursprünglichen Zwerge wie Sebright, Chabo oder Federfüßige Zwerghühner und die verkleinerten Ausgaben großer Rassen, etwa Zwerg-Wyandotten oder Zwerg-Rhodeländer. Das hat Folgen für die Eier: Bei den ursprünglichen Zwergen liegt die Legeleistung oft nur bei 25 bis 40 Eiern im Jahr, bei den Zwergformen von Legerassen können es bis zu 180 sein. Die Tiere wiegen je nach Rasse von etwa 500 Gramm bis über ein Kilogramm.

Zwerghühner brauchen weniger Platz und Futter, fliegen aber gut. Ein offener Auslauf mit niedrigem Zaun hält sie selten. Planen Sie eine Voliere mit Netz oder einen hohen Zaun ein.

Grünleger: bunte Eier im Korb

Eierkarton mit braunen, weißen und hellgrünen Hühnereiern
Grüne Eier stammen meist von Kreuzungen mit Araucana. Foto: congerdesign / Pixabay

Die Araucana stammt ursprünglich aus Südamerika und legt Eier mit blauer bis türkisfarbener Schale. Typisch sind auch die Federbommeln an der Stelle der Ohrlappen und, bei reinrassigen Tieren, das Fehlen des Schwanzes. Die Schalenfarbe wird dominant vererbt. Kreuzt man Araucana mit Rassen, die braune Eier legen, entstehen Grünleger mit grünen Eiern; Kreuzungen mit Weißlegern legen blaue Eier, mit Marans olivgrüne bis olivbraune. Wenn Ihnen jemand „Grünleger“ verkauft, sind das deshalb meist Kreuzungen und keine eigene Rasse.

Brahma: der sanfte Riese

Graue Brahma-Henne mit befiederten Beinen auf einer Wiese, im Hintergrund ein weiteres Huhn
Brahma gehören zu den Riesenhühnern; die Federn an den Läufen sind typisch. Foto: ArtistLens / Pixabay

Brahmas zählen zu den Riesenhühnern und gehen auf Kreuzungen asiatischer Hühner zurück, die in Nordamerika entstanden. Sie sind breit, kräftig, reich befiedert und haben Federn an den Läufen. Ihr Wesen gilt als sehr ruhig; sie werden leicht zutraulich. Im ersten Jahr legen sie etwa 140 Eier, im zweiten um die 100, und die Hennen haben einen ausgeprägten Bruttrieb. Wegen der Größe brauchen Brahmas mehr Platz im Stall, breitere Sitzstangen und niedrigere Zugänge zum Nest. Sie fressen auch mehr.

Seidenhuhn: flauschig und brutfreudig

Weißes Seidenhuhn mit flauschiger Haube läuft über eine sonnige Wiese
Das Gefieder des Seidenhuhns wirkt wie Fell. Foto: eloneo / Pixabay

Seidenhühner sind etwas kleiner als normale Hühner. Ihre Federn wirken ausgefranst und fühlen sich fast wie Fell an. Sie haben fünf Zehen und eine schwarzblaue Haut. Ein Seidenhuhn legt etwa 80 Eier im Jahr, ist dafür aber als Glucke beliebt, weil es gern brütet. Es gibt Groß- und Zwerg-Seidenhühner sowie Formen mit Bart. Das seidige Gefieder ist nicht wasserabweisend: Seidenhühner brauchen einen überdachten Auslauf und einen trockenen Stall.

Hühner mit Federfüßen

Gelbe Cochin-Henne mit dichtem, flauschigem Gefieder sitzt im Schnee
Cochins sind schwer, rund und vollständig befiedert bis über die Füße. Foto: furbymama / Pixabay

Befiederte Läufe haben unter anderem Brahma, Cochin und Federfüßige Zwerghühner. Cochins stammen aus China, kamen im 19. Jahrhundert nach Europa und gehören zu den größten und schwersten Rassen; Hähne wiegen bis zu 5,5 Kilogramm. In der Hobbyhaltung sind sie beliebt, weil sie sehr zahm werden. Die Federfüße sehen schön aus, verlangen aber Pflege: In nassem Matsch verkleben sie, und Milben verstecken sich gern darin. Ein trockener, gut eingestreuter Auslauf ist Pflicht. Kontrollieren Sie die Läufe regelmäßig; wie Sie Milben erkennen, lesen Sie im Thema Gesundheit.

Kann man verschiedene Rassen zusammen halten?

Ja, gemischte Gruppen sind im Garten üblich und bringen bunte Eierkörbe. Achten Sie aber auf die Größenunterschiede: Ein schweres Cochin und ein flinkes Zwerghuhn kommen zurecht, wenn genug Platz, mehrere Futterstellen und Ausweichmöglichkeiten da sind. In engen Ställen haben kleine, rangniedere Tiere das Nachsehen. Setzen Sie neue Hühner nie einfach zu einer bestehenden Gruppe, sondern gewöhnen Sie sie über einige Tage durch ein Gitter aneinander. Seidenhühner und andere Rassen mit besonderem Gefieder halten Sie besser mit ähnlich ruhigen Rassen.

Wo kaufen, worauf achten?

  1. Seriöse Herkunft wählen

    Kaufen Sie bei Züchtern oder Geflügelhöfen, die Fragen beantworten und die Tiere zeigen. Rassegeflügelvereine vermitteln oft Kontakte zu Züchtern in Ihrer Nähe.

  2. Impfung erfragen

    Fragen Sie nach der Impfung gegen die Newcastle-Krankheit und lassen Sie sie sich bescheinigen. Die Impfung ist für jeden Hühnerbestand Pflicht.

  3. Tiere ansehen

    Gesunde Hühner sind aufmerksam, haben klare Augen, ein glattes Gefieder und eine saubere Kloake. Niesende oder apathische Tiere lassen Sie stehen.

  4. Ins Bestandsregister eintragen

    Notieren Sie Datum, Herkunft mit Name und Anschrift sowie die Art der Tiere. Das schreibt die Geflügelpest-Verordnung für jeden Zugang vor.

Häufige Fragen

Welche Hühnerrasse legt die meisten Eier?

Legehybriden aus der Geflügelzucht legen am meisten, weil sie genau darauf gezüchtet sind. Unter den Rassehühnern legen Legerassen mehr als schwere Rassen wie Brahma oder Cochin.

Welche Hühner sind besonders zahm?

Schwere Rassen wie Orpington, Brahma und Cochin gelten als ruhig und werden schnell zutraulich. Auch Seidenhühner sind meist friedlich.

Legen Zwerghühner kleine Eier?

Ja, meist deutlich kleinere als große Rassen. Manche Zwergformen von Legerassen legen aber Eier bis etwa 60 Gramm.

Was ist der Unterschied zwischen Araucana und Grünleger?

Araucana ist eine Rasse mit blauen bis türkisfarbenen Eiern. Grünleger sind meist Kreuzungen aus Araucana und Rassen mit brauner Schale und legen grüne Eier.

Quellen

  1. Wikipedia: Brahma (Huhn)
  2. Wikipedia: Orpington (Huhn)
  3. Wikipedia: Cochin (Huhn)
  4. Wikipedia: Seidenhuhn
  5. Wikipedia: Araucana
  6. Wikipedia: Zwerghuhn
  7. MSD Veterinary Manual: Management of Backyard Poultry (Kalzium im Futter für Junghennen)
  8. Bundesministerium der Justiz: Geflügelpest-Verordnung, § 2 Anzeige, Register und Aufzeichnungen

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