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Huhn & Hof

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Hühner füttern: Futter, Grit, Wasser und Verbote

Von 7 Min. Lesezeit

Gesprenkelte Henne pickt Maiskörner aus einer weißen Schale
Foto: furbymama / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

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Hühner füttern Sie richtig, wenn ein fertiges Alleinfutter die Grundlage bildet und alles andere nur Beigabe bleibt. Legemehl oder Legepellets enthalten Eiweiß, Kalzium, Vitamine und Mineralstoffe in einem Verhältnis, das Sie mit Körnern und Küchenresten nicht nachbauen können. Diese Übersicht erklärt, was eine Henne am Tag braucht, wozu Grit und Muschelkalk dienen, was rechtlich nicht in den Trog darf, wie das Wasser im Winter flüssig bleibt und wie Sie Ratten vom Futter fernhalten. Wenn Sie wissen möchten, ob ein bestimmtes Lebensmittel erlaubt ist, nutzen Sie unser Verzeichnis Was dürfen Hühner fressen? mit rund 190 Einträgen.

Die Grundlage: Alleinfutter

Alleinfutter heißt so, weil es allein den Bedarf deckt. Für Legehennen gibt es Legemehl und Legepellets, für Küken Kükenfutter und für heranwachsende Tiere Junghennenfutter. Der Unterschied ist vor allem das Kalzium: Wachsende Hühner bis etwa zur 16. bis 18. Lebenswoche brauchen rund 0,8 bis 1,2 Prozent Kalzium im Futter, legende Hennen 3,5 bis 6 Prozent, denn jedes Ei kostet etwa 2 Gramm Kalzium. Bekommen Junghennen, die noch nicht legen, das kalziumreiche Legefutter, kann das ihre Nieren dauerhaft schädigen. Stellen Sie deshalb erst um, wenn die ersten Eier kommen.

Grafik: Eine Legehenne braucht etwa 100 Gramm Alleinfutter und 150 bis 350 Milliliter Wasser am Tag, rund 2 Gramm Kalzium je Ei
Was eine ausgewachsene Legehenne am Tag braucht. Zum Vergrößern antippen.
FutterFür wenWichtig
KükenfutterKüken ab dem ersten Tag✓ fein, eiweißreich, oft mit Kokzidiostatikum
Junghennenfutterwachsende Tiere bis zur Legereife✓ wenig Kalzium
Legemehl, Legepelletslegende Hennen✓ viel Kalzium, Grundlage der Ration
Körnerfutteralle ausgewachsenen Hühner! nur als Beigabe, verdünnt das Alleinfutter
Legefutter für Junghennennicht legende Tiere✗ kann die Nieren schädigen

Eine ausgewachsene Legehenne frisst höchstens etwa 100 Gramm Futter am Tag. Viele Halter bieten das Alleinfutter ganztägig in einem Futterspender an, damit jede Henne fressen kann, wann sie will. Kaufen Sie nur so viel, wie Sie in einigen Wochen verbrauchen: Futter und Vitaminzusätze verlieren nach drei bis sechs Monaten an Wert, im Sommer schon nach etwa zwei.

Körner und Leckerbissen: nicht zu viel

Hühner lieben Weizen, Mais und Sonnenblumenkerne, und das Streuen von Körnern ist ein schönes Ritual. Das Problem: Jede Handvoll Körner verdrängt Alleinfutter, und die Ration wird unausgewogen. Bei Hühnern im Garten ist Übergewicht häufiger als Untergewicht. Viel Körner und Leckereien bei wenig Bewegung erhöhen das Risiko für eine Fettleber. Geben Sie Körner deshalb in kleinen Mengen, am besten am Nachmittag, und streuen Sie sie ins Scharrbeet, damit die Hühner etwas dafür tun müssen.

Im Winter und während der Mauser darf es etwas mehr Energie und Eiweiß sein. Ein paar Sonnenblumenkerne oder etwas Mais am Abend sind dann sinnvoll, solange das Alleinfutter die Hauptmahlzeit bleibt.

Grit und Muschelkalk

Hühner haben keine Zähne. Sie zerkleinern ihre Nahrung im Muskelmagen mit kleinen Steinchen, dem Grit. Hühner mit großem Auslauf finden oft genug Steinchen selbst; in kleinen Ausläufen und im Winter bieten Sie Grit in einer eigenen Schale an.

Muschelkalk ist eine zusätzliche Kalziumquelle für feste Eierschalen. Grobkörniger Muschelkalk zur freien Aufnahme hilft, Kalziummangel bei Legehennen vorzubeugen. Stellen Sie ihn getrennt vom Futter hin, damit jede Henne nach Bedarf nimmt. Eierschalen sind dafür kein Ersatz: Veterinärämter weisen darauf hin, dass Eier und Eierschalen nicht an Hühner verfüttert werden dürfen.

Grünfutter und Auslauf

Weiße Henne mit rotem Kamm zupft Gras am Wegrand
Frisches, kurzes Gras gehört zum natürlichen Speiseplan. Foto: furbymama / Pixabay

Im Auslauf fressen Hühner Gras, Kräuter, Samen, Würmer und Insekten. Das ist gesund und hält sie beschäftigt. Besonders beliebt sind Löwenzahn, Vogelmiere, Klee und junge Brennnesseln. Im Winter können Sie Grünkohl oder einen halben Kohlkopf aufhängen, Möhren reiben oder Weizen keimen lassen. Lange Grashalme und Rasenschnitt gehören dagegen nicht in den Auslauf: Sie können sich im Kropf verknäueln. Giftpflanzen wie Eibe, Thuja, Kirschlorbeer oder Jakobskreuzkraut entfernen Sie aus der Reichweite der Hühner. Eine ausführliche Liste steht in Was dürfen Hühner fressen?.

Küchenreste: was rechtlich nicht erlaubt ist

Nicht in den Futtertrog

  • Speisereste mit Fleisch, Wurst, Fisch, Milch, Käse oder Ei
  • Eier und Eierschalen, auch aus dem eigenen Bestand
  • Gekochte, gemischte Essensreste vom Teller
  • Salziges, Süßes, Schimmeliges

Hühner gelten auch im Garten als Nutztiere, sobald sie für Eier gehalten werden. Für Nutztiere gilt nach der EU-Verordnung über tierische Nebenprodukte (Verordnung (EG) Nr. 1069/2009) ein Verfütterungsverbot für Küchen- und Speiseabfälle. Das Veterinäramt der Stadt Halle (Saale) betont, dass die Regel unabhängig von der Größe der Tierhaltung gilt, also auch für Privathalter, und dass Eier einschließlich der Eier aus dem eigenen Bestand sowie Eierschalen nicht an Hühner gehen dürfen. Der Grund: Speisereste können Krankheitserreger wie das Virus der Newcastle-Krankheit oder der Geflügelpest einschleppen.

Was genau als Küchen- und Speiseabfall gilt, beschreiben die Ämter etwas unterschiedlich. Der Landkreis Oder-Spree zählt dazu Abfälle mit tierischen Erzeugnissen wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milch; rein pflanzliche Reste, die getrennt gesammelt und gelagert werden, sowie reine Backwaren fallen nach dessen Merkblatt nicht darunter, sofern sie keinen Kontakt zu tierischen Produkten hatten. Wer Gemüseschalen geben möchte, sammelt sie also getrennt in einem eigenen Behälter, roh und ohne Kartoffelschalen. Im Zweifel fragen Sie Ihr Veterinäramt.

Wasser: jeden Tag frisch, im Winter frostfrei

Schwarz-weiß gesprenkelte Henne neben einer hängenden weißen Stülptränke im Stall
Eine hängende Tränke bleibt sauberer als eine Schale am Boden. Foto: ArtisticOperations / Pixabay

Hühner trinken etwa das 1,5- bis 3,5-Fache dessen, was sie fressen, also rund 150 bis 350 Milliliter je Henne und Tag, bei Hitze mehr. Wichtig: Ohne ausreichend Wasser fressen Hühner auch nicht richtig. Eingefrorene oder ausgefallene Tränken sind außerdem ein bekannter Auslöser für Salzvergiftungen, weil Hühner Salz nur gut vertragen, solange sie genug trinken können.

  1. Zweimal am Tag kontrollieren

    Bei Frost morgens und am frühen Nachmittag nachsehen. Eine dünne Eisschicht reicht schon, damit die Hennen nicht mehr trinken.

  2. Tränke in den Stall

    Im Stall ist es meist einige Grad wärmer als draußen. Stellen Sie die Tränke so, dass keine Einstreu hineingescharrt wird.

  3. Zweite Tränke im Wechsel

    Mit zwei Tränken tauschen Sie die gefrorene gegen eine mit warmem, nicht heißem Wasser aus und tauen die andere drinnen auf.

  4. Beheizte Unterlage

    Für längere Frostphasen gibt es Heizplatten für Tränken. Nur geprüfte Geräte für Tierställe verwenden und Kabel vor Picken und Nagern schützen.

Ein weiterer Punkt: Nach der Geflügelpest-Verordnung dürfen Sie Hühner nicht mit Oberflächenwasser tränken, zu dem Wildvögel Zugang haben. Regenwasser aus offenen Tonnen oder Teichwasser ist deshalb tabu.

Futterplatz vor Wildvögeln schützen

Die Geflügelpest-Verordnung schreibt jedem Geflügelhalter vor, die Tiere nur an Stellen zu füttern, die für Wildvögel nicht zugänglich sind, und Futter sowie Einstreu für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren. Praktisch heißt das: Futterspender unter Dach oder im Stall, kein Streufutter im offenen Auslauf, Vorräte in geschlossenen Behältern. Das schützt Ihre Hühner vor Geflügelpest und hält nebenbei Spatzen und Tauben fern, die sonst viel Futter wegfressen.

Ratten am Hühnerfutter

Hellbraune Henne pickt im hohen, sonnigen Gras
Was im Auslauf liegen bleibt, lockt nachts Ratten an. Foto: ChiemSeherin / Pixabay

Ratten kommen wegen des Futters, nicht wegen der Hühner. Wer ihnen nachts nichts übrig lässt, hat meist schnell Ruhe:

  • Futter abends wegräumen oder einen Futterautomaten verwenden, der sich nur öffnet, wenn ein Huhn auf die Trittplatte steigt.
  • Vorräte in Metalltonnen mit Deckel lagern, nicht in Säcken.
  • Kein Streufutter am Abend, keine Reste im Auslauf.
  • Stall dicht machen: Ratten passen durch sehr kleine Öffnungen. Engmaschiges Drahtgitter unter dem Boden und an Lüftungsöffnungen hilft.

Rattengift im Hühnerbereich ist riskant: Hühner können vergiftete Köder oder Nager fressen. Bei starkem Befall holen Sie eine Schädlingsbekämpfung, die Köderboxen sicher anbringt. Wie der Stall gegen Ratten, Marder und Fuchs gesichert wird, lesen Sie unter Stall und Auslauf.

Häufige Fragen

Wie viel Futter braucht ein Huhn am Tag?

Eine ausgewachsene Legehenne frisst höchstens etwa 100 Gramm Alleinfutter am Tag. Große Rassen fressen etwas mehr, Zwerghühner weniger.

Dürfen Hühner Brot fressen?

Reine Backwaren ohne Kontakt zu tierischen Resten zählen nach Merkblättern von Veterinärämtern nicht als Speiseabfall. Für Hühner ist Brot aber nährstoffarm. Wenn überhaupt, dann wenig, trocken und nie schimmelig.

Ab wann bekommen Junghennen Legefutter?

Wenn die ersten Eier gelegt werden. Vorher bekommen sie Junghennenfutter mit weniger Kalzium, weil zu viel Kalzium die Nieren nicht legender Tiere schädigen kann.

Brauchen Hühner Grit, wenn sie Auslauf haben?

Hühner mit großem, naturnahem Auslauf finden oft genug Steinchen. In kleinen Ausläufen, im Stall und im Winter sollten Sie Grit in einer eigenen Schale anbieten.

Quellen

  1. MSD Veterinary Manual: Management of Backyard Poultry (Futtermenge, Kalziumbedarf, Wasserbedarf, Haltbarkeit)
  2. MSD Veterinary Manual: Common Management-Related Problems in Backyard Poultry (Fettleber, Muschelkalk)
  3. MSD Veterinary Manual: Salt Toxicosis in Animals
  4. Stadt Halle (Saale), Veterinäramt: Veterinäramt erinnert an Verbot der Verfütterung von Küchen- und Speiseabfällen an Nutztiere
  5. Landkreis Oder-Spree: Verfütterung von Speiseabfällen
  6. Bundesministerium der Justiz: Geflügelpest-Verordnung, § 3 Fütterung und Tränkung

Bald in diesem Thema

  • Hühnertränke im Winter frostfrei halten
  • Hühnerfutter selber mischen
  • Futterautomat rattensicher

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