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Huhn & Hof

Stall & Auslauf

Hühnerzaun und Gehege: Höhe, Zauntypen, Materialbedarf

Von 13 Min. Lesezeit

Zwei rotbraune Hennen stehen an einem dunklen Maschendrahtzaun
Foto: papynoun / Pixabay

So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise

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Ein Hühnerzaun für den Dauerauslauf sollte 1,5 bis 2 Meter hoch sein und unten gegen Graben gesichert werden: durch mindestens 30 Zentimeter tief eingegrabenen Draht oder eine Schürze, die außen auf dem Boden liegt. Niedrigere Zäune liegen unter allen Empfehlungen, die wir gefunden haben, und gegen Angriffe von oben hilft am einfachsten ein Dach oder Netz. Hier vergleichen wir fünf Bauarten, zeigen die Abweichungen zwischen den Quellen und rechnen das Material je Auslaufgröße aus. Einen Überblick über Stall und Auslauf finden Sie unter Hühnerstall und Auslauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Höhe: 1,5 Meter nennt die Landwirtschaftskammer Steiermark als Minimum, 1,8 bis 2 Meter das Forschungsinstitut FiBL.
  • Unten: Die Quellen verlangen 15 bis 30 Zentimeter Tiefe. Wir rechnen mit 30 Zentimetern und einem Knick nach außen.
  • Oben: Gegen Greifvögel hilft am einfachsten ein geschlossenes Gehege.
  • Strom: Elektrozaun mit normgerechtem Gerät, nie mit Stacheldraht, mit gelben Warnschildern. Wo unbeaufsichtigte Kinder hinkommen, gilt ein schwächeres Gerät.
  • Flügel stutzen: Keine einfache Lösung, denn die bayerische Staatsregierung zählt das Stutzen zum Amputationsverbot, sofern es nicht tierärztlich geboten ist.

Welcher Zaun passt? Fünf Bauarten im Vergleich

Für einen festen Auslauf im Garten ist ein Drahtzaun mit Untergrabschutz die solide Grundlage, ein Elektronetz passt eher zu wechselnden Flächen, und wer Ruhe vor Greifvögeln will, baut eine Voliere. Die Maße stammen aus den unten genannten Quellen. Die Spalte zum Aufwand ist unsere eigene Einschätzung.

BauartMaschenHöheWas sie leistetWas sie nicht leistetAufwand
Maschendraht (Viereckgeflecht)meist 60 × 60 mm, enger 50 × 50 mm80 bis 200 cm im Handelgrenzt größere Tiere aus, wenn er hoch genug und gesichert ist✗ ohne Untergrabschutz kein Schutz vor Grabenden; Waschbären greifen durch weiten Drahtmittel: Pfosten, Streben, 2 bis 4 Spanndrähte
Volierendraht (punktgeschweißt)gängig 12,7 und 19 mm, erhältlich 6,3 bis 50,8 mmRollen bis 200 cm✓ hält auch Wildvögel und Nager besser fern✗ Mauswiesel kommen durch Löcher von gut 6 mm; kein Schutz von oben ohne Dachmittel bis hoch: viel Draht, auf Pfosten oder Rahmen
Elektronetz (Geflügelnetz)unten enger als oben, Wert je Modelloft 112 cm, bis 170 cm! hält die Herde zusammen, teilweise Schutz vor Bodenfeinden, solange überall genug Spannung anliegt✗ kein Schutz ohne Strom; Greifvögel; 112 cm liegt unter den Höhenangaben für AußenzäuneAufbau gering, danach laufend: mähen, messen, umstecken
Festzaun mit UntergrabschutzMaschendraht oder Knotengeflecht, verzinkt oder ummantelt180 bis 200 cm✓ soll für Bodenfeinde unüberwindbar sein, mit Elektrolitzen auch gegen Übersteigen✗ Greifvögel; Klettern, solange oben die Litze fehlthoch: Graben, Fundamente; in der Anschaffung teuer, hält aber lange
Voliere (rundum und oben geschlossen)oben höchstens 25 mm, wenn sie auch bei Stallpflicht dienen sollbegehbar, mit normaler Tür✓ auch gegen Greifvögel und Kletterer✗ jede lose Stelle ist ein Einlassam höchsten je Quadratmeter, daher eher für kleine Flächen

Dünnes Sechseckgeflecht, der klassische „Hühnerdraht“, ist nicht dasselbe wie Volierendraht: Das US-Kooperationsnetz Extension schreibt, dass Mauswiesel meist durch solchen Draht kommen. Welche Maßnahme gegen welches Tier am meisten bringt, steht auf der Seite Hühner vor Fuchs, Marder und Habicht schützen. Hier geht es um den Zaun selbst.

Rotbrauner Zwerghahn steht auf einem Stein neben einem engmaschigen Volierendraht, dahinter pickt eine graue Henne
Volierendraht ist punktgeschweißt und deutlich enger als Maschendraht. Foto: lovechicco / Pixabay

Wie hoch muss ein Hühnerzaun sein, und können Hühner darüber fliegen?

Ja, Hühner können über den Zaun fliegen, und aus unserer Sicht reicht ein Meter Höhe deshalb meist nicht. Das FiBL spricht ausdrücklich vom Flugvermögen der Hennen. Eine gemessene Flughöhe je Rasse haben wir in keiner belastbaren Quelle gefunden, auch keinen Beleg für eine Höhe, die sicher jedes Huhn hält. Was es gibt, sind Empfehlungen aus der Praxis:

QuelleAngabeBezieht sich auf
FiBL, Merkblatt 2022 (Schweiz)1,8 bis 2,0 mfester Außenzaun in der Bio-Freilandhaltung
LK Steiermark, 2022mindestens 1,5 mGeflügelzaun um die Weide
FiBL, Merkblatt 2022Netze bis 1,7 m erhältlichflexible Innenzäune zum Unterteilen
Hersteller Patura1,12 mhandelsübliches Geflügelnetz
MSD Veterinary Manualso hoch wie möglich oder oben und unten elektrifiziertHühner im Hobbybereich

Für einen Garten heißt das aus unserer Sicht: 1,5 Meter als Untergrenze, 2 Meter bei viel Platz oder wenn die Hennen schon einmal draußen waren. Ein 1,12 Meter hohes Netz liegt deutlich unter allen Empfehlungen für Außenzäune. Das FiBL nennt solche Netze für Innenzäune zum Unterteilen. Prüfen Sie außerdem, was neben dem Zaun steht: Stall, Holzstapel oder Regentonne können Hennen als Zwischenstufe dienen und auch Räubern den Weg erleichtern. Das ist unsere Überlegung, keine Messung.

Fünf dunkle, blaugraue Hennen sitzen nebeneinander auf einem hölzernen Gartenzaun
Ein niedriger Zaun ist für Hühner eher eine Sitzstange als eine Grenze. Foto: wilmapolinder / Pixabay

Und wenn man die Flügel stutzt?

Amerikanische Ratgeber beschreiben das als Mittel gegen Ausbrüche: Die Handschwingen eines Flügels werden etwa zur Hälfte gekürzt, und nach jeder Mauser muss man es wiederholen. In Deutschland ist das heikel. Die bayerische Staatsregierung schrieb 2017 in einer Antwort zu Zoovögeln, auch das Stutzen flugwichtiger Federn gelte tierschutzrechtlich als Zerstören von Geweben nach § 6 Tierschutzgesetz und sei nur zulässig, wenn es im Einzelfall tierärztlich geboten ist. Ob und wie Behörden das bei Hobbyhühnern prüfen, konnten wir nicht klären. Fragen Sie im Zweifel Ihr Veterinäramt und planen Sie lieber einen höheren Zaun oder ein Netz.

Wie tief muss der Zaun in den Boden?

Rechnen Sie mit 30 Zentimetern Tiefe und einem Knick von 20 bis 25 Zentimetern nach außen, oder legen Sie ohne Graben eine 30 Zentimeter breite Schürze außen auf den Boden. Der Knick hat einen einfachen Zweck: Ein Tier, das außen am Zaun zu graben beginnt, stößt auf den Draht und kommt nicht weiter, schreibt die University of Maryland.

Querschnitt von drei Bauarten: Draht 30 Zentimeter senkrecht im Boden, Draht 30 Zentimeter tief mit 25 Zentimetern Knick nach außen, und eine 30 Zentimeter breite Schürze außen auf dem Boden mit Erdhaken
Untergrabschutz von der Seite gesehen, eigene Grafik. Zum Vergrößern antippen.

Die Angaben gehen auseinander, was auch daran liegt, dass die Quellen unterschiedliche Tiere und Haltungen vor Augen haben:

QuelleTiefeZusatz
NC State Universitymindestens 15 cmoder ab Bodenlinie mindestens 30 cm nach außen, mit tiefen Erdhaken
Oregon State University15 bis 30 cmgegen grabende Tiere wie Fuchs und Hund
FiBL, Merkblatt 2022mindestens 20 cmgegen Füchse, dazu Elektrolitzen gegen Übersteigen
MSD Veterinary Manual; Extensionmindestens 30 cmkein Zusatz
University of Marylandmindestens 30 cmdann 90 Grad nach außen, 20 bis 25 cm
LWK Nordrhein-Westfalen50 cmKnotengeflecht bei Weidetieren im Wolfsgebiet, nicht für Hühner gedacht

Variante B im Bild ist aus unserer Sicht die sicherste und zugleich die aufwendigste. Variante C spart das Graben, muss aber dicht aufliegen, weil Tiere sich sonst darunterschieben können. Auch die LWK NRW führt eine ebenerdig ausgelegte, mit Erdankern befestigte Variante für feste Zäune an, dort ebenfalls für Weidetiere. Bringen Sie den Draht immer außen an den Pfosten an: Innen befestigter Draht lässt sich laut NC State von einem hartnäckigen Tier eindrücken.

Wie viel Material brauchen Sie? Die Rechentabelle

Für einen 3 × 4 Meter großen Auslauf brauchen Sie 14 Meter Zaun und 8 Pfosten. Die Tabelle rechnet weitere Größen vor. Der Zaun ergibt sich aus dem Umfang, die Pfosten aus dem größten empfohlenen Abstand von 2,5 Metern, je Seite aufgerundet.

AuslaufHühner bei 4 m² je TierZaunPfostenDraht für den UntergrabschutzAushubNetzrollen à 25 m
2 × 2 m18 m44,4 m²0,6 m³1
2 × 3 m110 m65,5 m²0,75 m³1
3 × 4 m314 m87,7 m²1,05 m³1
4 × 5 m518 m89,9 m²1,35 m³1
2 × 10 m524 m1013,2 m²1,8 m³1
5 × 10 m1230 m1216,5 m²2,25 m³2
10 × 10 m2540 m1622 m²3 m³2

So ist gerechnet: Draht für den Untergrabschutz als Streifen von 55 Zentimetern Breite über den ganzen Umfang (30 tief, 25 nach außen), Aushub als Graben von 30 × 25 Zentimetern. Tor und Reserve kommen dazu. Die Hühnerzahl rechnet mit 4 Quadratmetern je Tier, der niedrigsten Angabe deutscher Merkblätter; viele nennen rund 20. Was wirklich sinnvoll ist, klärt der Beitrag Hühnerstall-Größe berechnen.

Zwei Dinge fallen beim Rechnen auf. Erstens wächst der Zaun langsamer als die Fläche: Der 10 × 10 Meter große Auslauf hat 25-mal so viel Fläche wie der 2 × 2 Meter große, braucht aber nur 5-mal so viel Zaun. Zweitens kostet eine schmale Form Material: 2 × 10 und 4 × 5 Meter ergeben beide 20 Quadratmeter, doch die schmale Variante braucht 6 Meter mehr Zaun. Dafür lässt sie sich leichter überdachen, wie auch NC State anmerkt.

Rechenbeispiel: 3 × 4 Meter, 2 Meter hoch

  • 14 m Geflecht in 2 m Höhe, dazu ein Streifen von 7,7 m² für den Boden
  • 8 Pfosten von etwa 2,5 m Länge, 4 davon Eckpfosten mit Streben, dazu mindestens ein weiterer Pfosten für das Tor
  • 56 m Spanndraht, denn bei 2 m Zaunhöhe rechnet man mit 4 Drähten
  • 12 m² Netz oder Gitter, wenn Sie oben schließen
  • etwa 1 m³ Erde zum Ausheben und wieder Einfüllen

Die Zahl der Spanndrähte hängt von der Höhe ab: Ein Zaunhändler nennt zwei bis 1 Meter Höhe, drei bis 1,5 Meter und vier ab 2 Metern. Beim Pfostenabstand nennt toom ideal etwa 2 Meter und höchstens 2,5 Meter, bei hohen Zäunen weniger. Dann brauchen Sie mehr Pfosten als in der Tabelle.

Elektrozaun und Geflügelnetz: Was gilt für die Sicherheit?

Für Elektrozaungeräte gibt es eine eigene Sicherheitsnorm, aktuell DIN EN IEC 60335-2-76, und ein Elektrozaun braucht Warnschilder, wo Menschen an ihn herankommen. Die Punkte unten stammen aus den Sicherheitshinweisen zweier Hersteller, die sich auf diese Norm beziehen. Den Normtext selbst haben wir nicht eingesehen, denn er ist kostenpflichtig. Maßgeblich ist die Anleitung Ihres Geräts.

Diese Regeln nennen die Sicherheitshinweise

  • Kinder: Wo regelmäßig mit unbeaufsichtigten Kindern zu rechnen ist, besonders auf und um Wohngrundstücke, nur schwächere Geräte mit begrenzter Impulsenergie (1 Joule).
  • Warnschilder: beidseitig gelb, mindestens 100 × 200 mm, schwarze Schrift mindestens 25 mm hoch, überall, wo Personen frei an die Leiter kommen. Entlang öffentlicher Wege in häufigen Abständen, ein Hersteller nennt etwa 100 Meter.
  • Nur ein Gerät je Zaun. Zwischen Zäunen an verschiedenen Geräten liegen mindestens 2,5 Meter.
  • Kein Stacheldraht und kein scharfkantiger Draht als Elektrozaun.
  • Abstand zu geerdetem Metall: mindestens 2,5 Meter zu Wasserleitungen und Metalltränken, besonders wo sich Menschen aufhalten können.
  • Brandgefahr: Gerät nicht in Scheunen oder Ställen anbringen, außer Reichweite von Kindern, leicht Brennbares fernhalten.
  • Verfangen: Zäune, in denen sich Tiere oder Menschen verfangen können, sind zu vermeiden.

Der letzte Punkt betrifft Netze besonders. Unser Rat: Stecken Sie ein Netz straff und bauen Sie es ab, wenn es nicht unter Strom steht. Die LWK NRW verlangt das für ihre Weidetier-Vorgaben, weil sich große Beutegreifer sonst an stromlose Zäune gewöhnen. Das gilt dort für Wölfe, der Gedanke lässt sich aber übertragen.

Hahn mit rotem Kamm steht vor einem orangefarbenen Geflügelnetz mit gelbem Pfahl auf kahlem Boden
Ein Geflügelnetz ist schnell gesteckt, verlangt aber regelmäßige Kontrolle. Foto: Pezibear / Pixabay

Damit der Zaun wirkt, zählt vor allem die Erdung. Ohne sie schließt sich der Stromkreis nicht, und Tiere verlieren die Scheu, erklärt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Ist ein Stromanschluss vorhanden, rät sie zum Netzgerät: Es macht am wenigsten Arbeit und hat die höchste Leistung. Für Schafe nennt sie 4.000 Volt am Zaunende. Eine eigene Vorgabe für Hühner haben wir nicht gefunden. Die Herdenschutz-Empfehlungen von 2 Joule (LWK NRW) bis 5 Joule (LfL) passen außerdem nicht zu den 1 Joule, die für Wohngrundstücke mit unbeaufsichtigten Kindern genannt werden. Klären Sie das vor dem Kauf mit dem Hersteller. Bewuchs zieht ebenfalls Spannung ab: Laut Hersteller Horizont schrumpft die mögliche Zaunlänge bei mittlerem Bewuchs auf etwa die Hälfte, bei starkem auf etwa ein Fünftel. Mähen Sie also unter dem Netz.

In der Schweiz gilt die Richtlinie SNG 483127, die laut der Beratungsstelle BUL unter anderem 10 Meter Abstand zwischen Batteriegeräten und Gebäuden vorsieht. Österreichische Vorgaben haben wir nicht eigens geprüft.

Wann lohnt sich eine Voliere?

Eine Voliere lohnt sich, wenn Greifvögel ein Thema sind oder wenn Sie sich auf eine Stallpflicht vorbereiten wollen. Oben muss sie dann wirklich dicht sein: Greifvögel schlüpfen laut Extension durch jede lose oder schwache Stelle der Abdeckung. NC State nennt für ein vollständig sicheres Gehege ein Dach aus Draht oder festem Material über der ganzen Fläche.

Bei einer behördlichen Aufstallung verlangt § 13 der Geflügelpest-Verordnung mehr als ein Netz: eine überstehende, dichte Abdeckung und eine gegen Wildvögel gesicherte Seite. Netze oder Gitter dürfen zur Vermeidung des Kontakts mit Wildvögeln als Abdeckung nach oben nur bis 25 Millimeter Maschenweite genutzt werden. Klären Sie deshalb vorher mit dem Veterinäramt, ob Ihre Bauart im Ernstfall anerkannt wird. Mehr dazu steht unter Vogelgrippe und Stallpflicht.

Hühnergehege bauen: die Reihenfolge

  1. Linie und Maße festlegen

    Stecken Sie den Auslauf ab und klären Sie Grundstücksgrenze und Leitungen im Boden. Die Maße übertragen Sie in die Tabelle oben.

  2. Eck- und Endpfosten setzen

    Einfache Anleitungen nennen Fundamente von etwa 30 × 30 Zentimetern an den Ecken und frostsichere Tiefe. Eck- und Endpfosten bekommen Streben, ab etwa 25 Metern gerader Strecke auch ein Zwischenpfosten.

  3. Graben ziehen

    Außen an der Zaunlinie entlang, 30 Zentimeter tief. Auch NC State zieht zuerst den Graben und befestigt dann den Draht an den Pfosten.

  4. Spanndrähte und Geflecht anbringen

    Geflecht außen an die Pfosten, unten in den Graben führen und nach außen knicken. Beton laut Händler vorher mindestens drei bis sieben Tage aushärten lassen.

  5. Graben füllen, Tür einbauen

    Erde verdichten und das Tor so setzen, dass Sie bequem hineinkommen. Mit einer Tür in voller Größe erreichen Sie den ganzen Auslauf.

  6. Oben schließen oder Litzen ergänzen

    Netz oder Gitter über die Fläche, oder bei offenem Auslauf Elektrolitzen außen am Zaun. Das FiBL führt auch eine Litze auf dem Pfosten an, die Greifvögeln das Aufsitzen verleidet.

Brauchen Sie für Zaun oder Voliere eine Genehmigung?

Das hängt vom Bundesland und vom Grundstück ab. In Bayern sind Einfriedungen bis 2 Meter Höhe verfahrensfrei, aber nicht im Außenbereich, ebenso Gebäude bis 75 Kubikmeter außerhalb des Außenbereichs (Art. 57 BayBO, gelesen in der Fassung ab 1. Mai 2026). Vorschriften gelten trotzdem, die Genehmigungsfreiheit entbindet davon nicht (Art. 55 BayBO). Ob eine überdachte Voliere im Einzelfall als Gebäude zählt, kann nur das Bauamt sagen. Alles zu Bebauungsplan, Grenzabstand und Nachbarn finden Sie unter Hühner im Wohngebiet.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte ein Hühnerzaun sein?

Für einen Dauerauslauf mindestens 1,5 Meter, besser 1,8 bis 2 Meter. Das sind die Werte der Landwirtschaftskammer Steiermark und des FiBL. Eine sichere Höhe für jede Rasse ist nicht belegt.

Können Hühner über einen 1-Meter-Zaun fliegen?

Ja, damit müssen Sie rechnen. Eine verlässliche Flughöhe je Rasse haben wir nicht gefunden. Empfehlungen für Außenzäune liegen deutlich über einem Meter, und ein geschlossenes Netz löst das Problem ganz.

Wie tief muss man einen Hühnerzaun eingraben?

Die Quellen nennen 15 bis 30 Zentimeter. Wir empfehlen 30 Zentimeter und einen Knick von 20 bis 25 Zentimetern nach außen. Ohne Graben geht auch eine 30 Zentimeter breite Schürze auf dem Boden.

Reicht ein Elektronetz für Hühner?

Für wechselnde Flächen und zum Unterteilen ja, als alleiniger Schutz nur begrenzt. Es bietet laut University of Maryland teilweisen Schutz vor Bodenfeinden, solange überall genug Spannung anliegt, und nichts gegen Angriffe von oben.

Welche Maschenweite braucht ein Hühnergehege?

Das hängt vom Ziel ab. Maschendraht mit 50 bis 60 Millimetern hält Hühner, aber kleine Tiere nicht ab. Volierendraht gibt es gängig mit 12,7 und 19 Millimetern. Für ein Netz oder Gitter als Abdeckung bei einer Stallpflicht gelten höchstens 25 Millimeter.

Darf ich meinen Hühnern die Flügel stutzen?

Das ist nicht eindeutig erlaubt. Die bayerische Staatsregierung wertet das Stutzen flugwichtiger Federn als Zerstören von Geweben nach § 6 Tierschutzgesetz, sofern es nicht tierärztlich geboten ist. Fragen Sie im Zweifel das Veterinäramt.

Weitere Themen rund um Stall, Einrichtung und Schutz finden Sie in der Übersicht Hühnerstall und Auslauf.

Quellen

  1. FiBL: Biologische Freilandhaltung von Legehennen, Merkblatt Nr. 1357, 2022, Ausgabe Schweiz (Höhe, Tiefe, Elektrolitzen, Netze)
  2. Landwirtschaftskammer Steiermark: Weide gehegt, viele Eier gelegt, 2022
  3. MSD Veterinary Manual: Management of Backyard Poultry
  4. University of Maryland Extension: Identifying and Preventing Poultry Predators in the Mid-Atlantic Region, FS-1132, 2020
  5. NC State Extension: Keeping Garden Chickens in North Carolina
  6. Oregon State University Extension: Living on the land: Backyard chicken coop design
  7. Extension (Poultry): Predator Management for Small and Backyard Poultry Flocks; Wing Clipping
  8. Penn State Extension: Raising Fowl in Urban Areas (enge Maschen gegen Wildvögel und Nager)
  9. Landwirtschaftskammer NRW: Wolfsabweisende Zäune für Weidetiere
  10. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: Aufbau und Wirkungsweise einer elektrischen Einzäunung
  11. DIN Media: DIN EN IEC 60335-2-76:2023-02, Elektrozaungeräte (nur Eintrag, nicht der Normtext)
  12. Horizont: Secura, Sicherheitshinweise Elektrozaun (Herstellerangabe, keine Empfehlung des Produkts)
  13. Siepmann: Bedienungsanleitung Weidezaungerät (Herstellerangabe, keine Empfehlung des Produkts)
  14. BUL Schweiz: Schlankere Norm zu Elektrozaunanlagen, 2022
  15. Bundesministerium der Justiz: Geflügelpest-Verordnung, § 13; Tierschutzgesetz, § 6
  16. Bayerischer Landtag: Drucksache 17/16486, Flugunfähigmachen von Vögeln, 2017
  17. Freistaat Bayern: Bayerische Bauordnung, Art. 57; Art. 55
  18. Patura: Produktangaben Geflügelnetz (Höhe, nur als Maßangabe)
  19. Der Zaunshop: Maschendrahtzaun mit 60 × 60 mm (Maschen, Höhen)
  20. Draht-Driller: Volierendraht (Maschen, Drahtstärken, Rollenmaße)
  21. Hanse Zauntechnik: Maschendrahtzaun spannen; toom: Maschendrahtzaun aufbauen; Mein Eigenheim: Maschendrahtzaun montieren; Zaun24: Montagehinweis

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