
So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise
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Ein Legenest bauen Sie am einfachsten als Holzkasten mit zwei Fächern: innen etwa 35 Zentimeter breit, 30 tief und vorn 35 hoch, mit einem 12 Zentimeter hohen Frontbrett, 5 bis 8 Zentimeter Einstreu, einer Aufsitzstange davor und dem Boden mindestens 46 Zentimeter über dem Stallboden. Diese Werte haben wir aus den Merkblättern mehrerer Beratungsstellen zusammengetragen und daraus eine Maßzeichnung sowie eine Zuschnittliste für drei Baugrößen berechnet. Gebaut haben wir das Nest nicht selbst, messen Sie also vor jedem Schnitt nach. Wie das Nest zum übrigen Stall passt, zeigt der Überblick Stall und Auslauf.
Das Wichtigste in Kürze
- Größe: Die meisten Merkblätter nennen rund 30 × 30 × 30 Zentimeter je Nest. Größere Rassen brauchen mehr, zu große Kästen locken aber mehrere Hennen zugleich an.
- Anzahl: Rechnen Sie mit einem Nest je vier bis fünf Hennen. Auch bei wenigen Hennen beugt ein zweites Nest dem Gedränge vor. Der Kasten auf dieser Seite reicht damit für acht bis zehn Hennen.
- Höhe: 46 bis 61 Zentimeter über dem Boden, bei schweren Rassen höchstens 46 Zentimeter oder mit Rampe.
- Einstreu: Ein Nest ohne Einstreu begünstigt Bodeneier. Halten Sie Stroh oder Späne sauber und trocken.
Welche Maße braucht ein Legenest?
Für mittelgroße Hennen ist ein Nest von rund 30 × 30 × 30 Zentimetern die häufigste Empfehlung: Sie steht so oder fast so bei Penn State, Oregon State, Alabama, Kentucky und Georgia (dort 12 Zoll, also gut 30 Zentimeter). Die Hennen sollen darin bequem stehen und sich umdrehen können (Georgia). Zu groß sollte der Kasten nicht werden, warnt Penn State, sonst drängen sich mehrere Hennen hinein und es gehen mehr Eier zu Bruch.
| Hennen | Was die Quellen sagen | Fach innen (B × T × H) | Nestboden über Stallboden |
|---|---|---|---|
| Zwerghühner | Keine eigene Angabe gefunden. Das kleinste genannte Maß ist 25 × 25 cm (Maryland, ohne Bezug auf Zwerghühner) | 25 × 25 × 30 cm | 46 cm |
| Mittelgroße Hennen, zum Beispiel Legehybriden | Mindestens 30 × 30 cm (Penn State), Breite und Höhe 30 bis 38 cm, Tiefe ab 30 cm (Utah State) | 35 × 30 × 35 cm | 46 bis 61 cm |
| Große, schwere Rassen, zum Beispiel Brahma | „Mehr Platz“ ohne Zahl (Penn State, Ask Extension). 38 cm ist der obere Wert aus Utah State | 38 × 38 × 38 cm | höchstens 46 cm, sonst Rampe |
Die rechten Spalten sind unsere Auswahl aus diesen Angaben. Eine amtliche Maßtabelle nach Rassengröße haben wir nicht gefunden, die Werte für Zwerghühner und große Rassen sind also abgeleitet und nicht vorgeschrieben.
In deutschen Ratgebern taucht oft das Maß 35 × 25 Zentimeter für höchstens sieben Hennen auf. Es stammt aus § 13a der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, die nach ihrem § 1 und § 12 nur für das Halten zu Erwerbszwecken gilt. Für die reine Hobbyhaltung im Garten ist es also keine Vorschrift, die mittlere Baugröße erfüllt es aber trotzdem. Wer Eier verkauft, fragt zur Einordnung am besten beim Veterinäramt nach. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorschriften.

Wie viele Legenester brauchen Sie?
Planen Sie ein Nest je vier bis fünf Hennen ein, und auch bei wenigen Hennen möglichst zwei. Die Merkblätter liegen nah beieinander, und zu wenig Nester sind ein bekannter Grund für Bodeneier: Rangniedere Hennen werden dann von ranghöheren verdrängt (Georgia).
| Quelle | Regel |
|---|---|
| Alabama, Oregon State, Arizona | 1 Nest je 4 Hennen |
| Penn State (Stallbau) | 2 Nester für die ersten 4 Hennen, dann 1 je 4 weitere |
| Georgia, Utah State, Maryland | 1 Nest je 4 bis 5 Hennen |
| Kentucky (ASC-241) | mindestens 1 Nest je 5 Hennen, mindestens 2 Nester |
| § 13a TierSchNutztV | 1 Nest je höchstens 7 Hennen, nur zu Erwerbszwecken |
Zwei weitere Fachtexte nennen feste Untergrenzen von vier (Penn State) und sechs Nestern (University of Kentucky im Beitrag zum Eierfressen). Für eine kleine Gartenherde halten wir das für mehr als nötig, das ist aber unsere Einschätzung. Die Gesamtrechnung für Ihre Herdengröße, zusammen mit Stallfläche und Sitzstangen, finden Sie unter Hühnerstall-Größe berechnen.
Bauplan: Legenest mit zwei Fächern
Der Kasten besteht aus sechs Plattenteilen, einem aufklappbaren Dach und einem Gestell aus Latten. Alle Maße unten haben wir aus den Innenmaßen der Tabelle oben für 18 Millimeter starkes Holz berechnet. Die Holzstärke ist unsere Annahme: Bei anderem Material ändern sich die Außenmaße, die Innenmaße bleiben.
Das brauchen Sie (mittlere Baugröße)
- Bretter oder Platten, 18 mm stark: rund 2,0 m² mit 15 Prozent Verschnitt (kleine Größe 1,3 m², große 2,7 m²). Das größte Teil misst 79,4 × 52,5 cm.
- Latte 4 × 4 cm: rund 3,8 m für Stange, zwei Arme und vier Beine
- 2 Scharniere und 1 Haken oder Riegel für das Dach
- etwa 40 Holzschrauben, 4 × 40 mm
- Säge, Bohrmaschine, Winkel, Schleifpapier
- Einstreu, siehe unten
Zuschnittliste
Alle Maße in Zentimetern. Bei den schrägen Teilen ist die Unterkante gerade, die Oberkante läuft von „vorn“ nach „hinten“ im Winkel von 45 Grad.
| Teil | Stück | Klein (Zwerghühner) | Mittel | Groß (schwere Rassen) |
|---|---|---|---|---|
| Boden | 1 | 51,8 × 28,6 | 71,8 × 33,6 | 77,8 × 41,6 |
| Rückwand | 1 | 51,8 × 58,6 | 71,8 × 68,6 | 77,8 × 79,6 |
| Frontbrett | 1 | 51,8 × 10,0 | 71,8 × 12,0 | 77,8 × 12,0 |
| Dach | 1 | 59,4 × 45,4 | 79,4 × 52,5 | 85,4 × 63,8 |
| Seitenteil (schräg) | 2 | 28,6 breit, vorn 31,8, hinten 60,4 | 33,6 breit, vorn 36,8, hinten 70,4 | 41,6 breit, vorn 39,8, hinten 81,4 |
| Trennwand (schräg) | 1 | 25,0 breit, vorn 31,8, hinten 56,8 | 30,0 breit, vorn 36,8, hinten 66,8 | 38,0 breit, vorn 39,8, hinten 77,8 |
| Stange (Latte) | 1 | 55,4 | 75,4 | 81,4 |
| Arme (Latte) | 2 | 30 | 30 | 30 |
| Beine (Latte) | 4 | 61 | 61 | 61 |
So groß wird der Kasten am Ende: klein 55,4 cm breit und 106,4 cm hoch, mittel 75,4 und 116,4 cm, groß 81,4 und 127,4 cm, jeweils mit Beinen. Der Einstieg über dem Frontbrett ist 20, 23 und 26 cm hoch. Sollen die Nester 61 statt 46 Zentimeter über dem Boden liegen, schneiden Sie die Beine 76 statt 61 Zentimeter lang. Ist Ihr Stall zu niedrig für die hohe Rückwand, geht auch ein flacherer Deckel; dann setzen sich die Hennen aber eher darauf. Die Rückwand schrägen Sie oben um 45 Grad an, damit das Dach dicht aufliegt: Das Maß in der Liste gilt für die äußere, längere Seite.

Schritt für Schritt: so bauen Sie das Nest
Teile anzeichnen und zuschneiden
Übertragen Sie die Maße aus der Liste. Bei Seitenteilen und Trennwand zeichnen Sie die vordere und die hintere Höhe an und verbinden beide Punkte. Prüfen Sie den Winkel: Die Linie muss 45 Grad haben.
Boden und Seitenteile verschrauben
Setzen Sie den Boden zwischen die beiden Seitenteile, Unterkanten bündig. Bohren Sie vor, damit das Holz nicht reißt.
Rückwand einsetzen
Stellen Sie die Rückwand hinten auf den Boden und schrauben Sie sie durch die Seitenteile fest. Die angeschrägte Oberkante fällt nach vorn ab und liegt in einer Ebene mit den Seitenteilen.
Trennwand und Frontbrett montieren
Die Trennwand kommt genau in die Mitte, sodass zwei gleich breite Fächer entstehen. Das Frontbrett stellen Sie vorn auf den Boden: Es hält Einstreu und Eier im Nest (Penn State, Utah State). Halten Sie die Fugen möglichst dicht, denn Rote Vogelmilben verstecken sich tagsüber in Ritzen und in Nestern (MSD).
Kanten schleifen und Dach anschlagen
Schleifen Sie alle Kanten, die Hennen oder Hände berühren. Das Dach steht vorn 5 und seitlich je 2 Zentimeter über. Befestigen Sie es hinten mit zwei Scharnieren und vorn mit dem Haken: So kommen Sie zum Absammeln von oben an die Eier, ohne durch den Einstieg greifen zu müssen.
Arme und Stange anbringen
Schrauben Sie die zwei Arme von unten an den Boden, sodass sie vorn 14 Zentimeter überstehen. Die Stange liegt auf den Armenden, ihre Mitte also rund 12 Zentimeter vor dem Frontbrett. Runden Sie die oberen Kanten ab (Oregon State). Zu diesem Abstand mehr im nächsten Abschnitt.
Beine anbringen oder an die Wand hängen
Die vier Beine schrauben Sie außen an die Seitenteile, je 15 Zentimeter Überlappung. Sichern Sie den Kasten zusätzlich an der Stallwand, damit er nicht kippt. Hängt er direkt an einer tragfähigen Wand, entfallen die Beine.
Einstreuen und rechtzeitig aufstellen
Füllen Sie die Einstreu ein und stellen Sie den Kasten an einen ruhigen, nicht zu hellen Platz. Junghennen sollten ihn ein bis zwei Wochen vor dem ersten Ei kennenlernen (Maryland, Georgia).
Zu Lasuren und Holzschutz im Inneren des Nests sagen unsere Quellen nichts, deshalb lassen wir die Frage offen. Als einfachere Lösung nennt Oregon State übrigens einen 5-Gallonen-Eimer, also rund 19 Liter, statt eines Holzkastens.
Wo gehört das Nest hin?
Das Nest gehört an eine ruhige, eher dämmrige Stelle, nicht vor ein sonniges Fenster und nicht an einen Durchgang (Penn State), und getrennt vom Schlafplatz. Bei der Höhe gehen die Empfehlungen auseinander, und zwar aus gutem Grund: Ein höheres Nest bleibt sauberer, ein niedrigeres erreichen die Hennen leichter.
- Höhe über dem Boden: Utah State nennt mindestens 46 Zentimeter, Penn State, Georgia und Maryland nennen rund 61 Zentimeter. Schwere Hennen springen nicht so hoch; für sie empfiehlt die University of Georgia bei schweren Masthennen höchstens 46 Zentimeter oder eine Rampe. Einer Übersichtsarbeit von Appleby aus dem Jahr 1984 zufolge steigt die Zahl der Bodeneier oft, wenn niedrige Nester höher gesetzt werden. Direkt auf den Boden stellen sollten Sie das Nest trotzdem nicht (Oregon State).
- Abstand der Stange zum Nest: Georgia nennt etwa 10 Zentimeter, Utah State 15 bis 20. Wir haben 12 Zentimeter gewählt, weil in einer bei Appleby zitierten Erhebung aus 53 Elterntierherden im Schnitt 9 Prozent Bodeneier anfielen, wenn die Stange höchstens 12,5 Zentimeter vor dem Nest lag, aber 19 Prozent bei mehr als 25 Zentimetern. Das sind Großbestände, kein Beleg für den Garten.
- Höhe im Vergleich zur Sitzstange: Maryland rät, die Schlafstangen höher zu setzen als die Nester, weil Hennen auf dem höchsten Punkt schlafen und schlafende Hennen das Nest verschmutzen. Oregon State schreibt das Gegenteil: Nester sollten nicht tiefer als die Stangen liegen. Wir folgen Maryland, denn die Begründung ist nachvollziehbar. Liegen Nest und Schlafstange weit auseinander, ist der Unterschied weniger wichtig; Penn State rät zu rund 120 Zentimetern Abstand. Maße und Abstände der Stangen selbst stehen unter Sitzstangen für Hühner.

Welche Einstreu kommt ins Nest?
Holzspäne oder Stroh, etwa 5 bis 8 Zentimeter hoch, sauber und trocken. Die Einstreu ist kein Beiwerk: Hennen bauen vor dem Legen ein Nest, und ein Kasten ohne Einstreu fördert laut der University of Georgia das Legen auf dem Boden. Bevorzugt werden Nester mit lockerem Material, in das sich die Henne einsetzen kann (University of Kentucky).
| Quelle | Material | Menge |
|---|---|---|
| Penn State | Kiefernspäne bevorzugt | 5 cm |
| Utah State | Späne | 5 bis 8 cm |
| Maryland | Stroh oder Kiefernspäne | 2,5 bis 5 cm |
| Georgia (C969) | Stroh oder andere saubere Einstreu | Kasten halb voll |
Wechseln Sie die Einstreu regelmäßig, damit sie sauber und frei von Parasiten bleibt (Georgia). Teppichreste als Polster schützen zwar vor Bruch, können laut Penn State aber leicht Keime und Milben beherbergen und müssen oft gereinigt oder ersetzt werden. Sammeln Sie die Eier zweimal am Tag (Penn State), und scheuchen Sie die Hennen dabei nicht auf (University of Kentucky). Mehr zu Materialien für den Stall steht unter Einstreu im Hühnerstall.

Lohnt sich ein Abrollnest?
Im Abrollnest ist der Boden leicht geneigt, sodass das Ei nach hinten aus dem Sitzbereich rollt. Für die Gartenherde würden wir zuerst das eingestreute Nest bauen und ein Abrollnest nur dann erwägen, wenn verschmutzte oder angepickte Eier trotz der Tipps unten bleiben. Das ist unsere Einschätzung: Einen Vergleich beider Nestformen für Kleinherden haben wir nicht gefunden. Der Zielkonflikt ist aber klar, denn lose Einstreu würde das Ei aufhalten, und gerade die Einstreu zieht Hennen ins Nest.
Zum Gefälle gibt es einen Versuch aus der Schweiz: Stämpfli und Kollegen stellten 2011 je 17 bis 18 weißen Legehennen in acht Abteilen zwei Abrollnester mit 12 und mit 18 Prozent Gefälle zur Wahl. Üblich sind in Betrieben 12 bis 18 Prozent. Beide Nester wurden angenommen und die Eierzahl unterschied sich nicht, im flacheren Nest saßen aber mehr Hennen. Die Autoren empfehlen daher 12 Prozent. Die Nester waren 0,54 Quadratmeter groß, die Werte lassen sich also nicht ohne Weiteres auf einen kleinen Kasten übertragen.

Für den Umbau unserer Kästen heißt das: Der Boden liegt vorn um 3,0 (klein), 3,6 (mittel) oder 4,6 Zentimeter (groß) höher als hinten. Die Rückwand endet über dem Boden und lässt einen Spalt frei, dahinter liegt ein gepolstertes Sammelfach, das Sie von außen erreichen. Die Spalthöhe haben wir in keiner Quelle gefunden: Probieren Sie sie vor dem Festschrauben mit dem größten Ei aus Ihrem Bestand aus. Als Nestboden nennt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen für Gruppennester in Betrieben eine Kunstrasenmatte, die die Eier schützt und den Hennen Sitzkomfort bietet. Dass ein Abrollnest Eierfressen sicher stoppt, belegt keine der von uns geprüften Quellen.
Warum legen Hühner nicht ins Nest?
Meist ist das Nest schwer erreichbar, zu spät eingeführt, voll besetzt oder ein anderer Platz schlicht attraktiver. Die Mühe lohnt sich: Bodeneier verschmutzen und zerbrechen leichter, und zerbrochene Eier können Eierfressen auslösen (Georgia). Die Gewohnheit sitzt zudem fest. Bleibt das Nest leer und finden Sie auch sonst nichts, lesen Sie besser unter Hühner legen keine Eier weiter.
| Ursache | So erkennen Sie es | Das hilft |
|---|---|---|
| Zu wenige Nester | Hennen warten vor dem Nest oder werden vertrieben | Ein Nest je vier bis fünf Hennen, Fächer leicht unterschiedlich gestalten (Georgia) |
| Zu spät eingeführt | Junghennen legen von Anfang an auf den Boden | Nester ein bis zwei Wochen vor dem Legebeginn öffnen, also mit rund 19 bis 20 Wochen (Maryland) |
| Zu hoch oder ohne Stange | Vor allem schwere Hennen legen unter dem Nest | Nest tiefer, Stange davor oder Rampe (Georgia, Oregon State) |
| Einstreu fehlt oder ist schmutzig | Nest kahl, feucht oder verkotet | Saubere, lockere Einstreu nachfüllen (Georgia) |
| Bessere Verstecke im Stall | Eier in dunklen Ecken, hinter Geräten, in loser Einstreu | Ecken versperren, Schatten mit Licht vermeiden (Georgia) |
| Nest zu hell oder zu unruhig | Nest neben Fenster oder Durchgang bleibt leer | Platz wechseln (Penn State). Ein Vorhang kann helfen: Zwerghennen zogen ihn in einem Versuch vor (Appleby) |
| Erschrecken am Nest | Henne verlässt das Nest, wenn Sie kommen | Ruhig arbeiten; manche Betriebe sammeln in der Anfangszeit morgens gar nicht (Appleby) |
| Verstecke im Freilauf | Weniger Eier, Hennen verschwinden im Gebüsch | Beobachten, suchen und die Hennen bis zum Vormittag im Stall lassen (Arizona) |
| Glucke besetzt das Nest | Eine Henne sitzt dauerhaft und verteidigt den Platz | Aus dem Nest nehmen oder weitere Nester anbieten (Georgia); mehr unter Glucke |
| Hennen schlafen im Nest | Morgens Kot im Nest | Sitzstange höher als das Nest; Nest nach dem Legen abends sperren, bis die Hennen es verstanden haben (Maryland) |
Hat sich das Bodenlegen schon eingespielt, helfen vor allem drei Dinge. Legen Sie Kunsteier ins Nest (Arizona), und sammeln Sie Bodeneier rasch ein, schon der Hygiene wegen. Stellen Sie ein zusätzliches Nest genau an die Stelle, an der die Hennen legen: Das ist laut Appleby gängige Praxis, und solche Nester werden meist gut genutzt. Setzen Sie die Henne außerdem in das Nest. Im Versuch von Craig, den Appleby anführt, sank der Anteil der Bodeneier auf 1 Prozent gegenüber 24 Prozent in den Vergleichsabteilen, nachdem die Hennen kurz im Nest eingesperrt worden waren. Bei kleinen Herden ist das gut machbar, solange Sie die Hennen nur für kurze Zeit und ohne Stress einsperren.
Ob Nester wirklich dunkel sein müssen, ist übrigens weniger klar, als oft zu lesen ist. Viele Merkblätter empfehlen es, die University of Kentucky etwa, und die University of Georgia schreibt, dass viele Hennen ein dunkles Nest mögen, andere aber mehr Licht. Laut Appleby stützen Wahlversuche die Vorliebe für Dunkelheit nicht, wohl aber meiden Hennen Nester neben Fenstern und Türen. Ganz dunkel darf es nicht sein: In völliger Dunkelheit legen Hennen eher auf den Boden. Ein gedämpfter, ruhiger Platz ist also die sichere Wahl. Prüfen Sie außerdem das Nest auf Milben, denn sie halten sich tagsüber gern dort auf (MSD); ob sie Hennen vom Nest fernhalten, sagen unsere Quellen nicht. Zeichen und Abhilfe stehen unter Rote Milben.
Mit einem passenden Nest ist ein wichtiger Teil der Stalleinrichtung erledigt. Was sonst noch in den Stall gehört, von der Sitzstange bis zum Zaun, finden Sie im Überblick Hühnerstall und Auslauf.
Häufige Fragen
Wie groß muss ein Legenest für Hühner sein?
Für mittelgroße Hennen genügen rund 30 × 30 × 30 Zentimeter. Wir rechnen mit 35 × 30 × 35 Zentimetern und für große Rassen mit 38 Zentimetern je Seite. Ein Nest sollte die Henne bequem aufnehmen, aber nicht so groß sein, dass mehrere zugleich hineinwollen.
Wie viele Legenester brauche ich für 5 Hühner?
Rechnerisch reicht eins, denn die meisten Merkblätter gehen von einem Nest je vier bis fünf Hennen aus. Zwei Nester beugen aber dem Gedränge vor. Der Kasten auf dieser Seite reicht für acht bis zehn Hennen.
Wie hoch muss ein Legenest über dem Boden sein?
Die Merkblätter nennen 46 bis 61 Zentimeter. Für schwere Rassen sollten es höchstens 46 Zentimeter sein, sonst brauchen die Hennen eine Rampe. Eine Stange vor dem Nest erleichtert das Hineinklettern.
Was kommt als Einstreu ins Legenest?
Holzspäne oder Stroh, etwa 5 bis 8 Zentimeter hoch, sauber und trocken. Ohne Einstreu legen Hennen eher auf den Boden.
Warum schlafen meine Hühner im Nest?
Meist liegt das Nest höher als die Sitzstange, denn Hennen schlafen am höchsten Punkt. Setzen Sie die Stange höher als das Nest und sperren Sie das Nest notfalls abends, bis sich die Hennen umgewöhnt haben.
Quellen
- Bundesamt für Justiz: § 13a, § 12 und § 1 Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, gesetze-im-internet.de
- Clauer, P.: Small Scale Poultry Housing, Penn State Extension, Stand Juni 2026
- Clauer, P.: Management Requirements for Laying Flocks, Penn State Extension
- Annala, D. u. a.: Backyard chicken coop design (EC 1644), Oregon State University, 2014, geprüft 2023
- Dunkley, C.: Management Guide for the Backyard Flock (C969), University of Georgia
- Webster, B.: Egg Laying Behavior (PDF), University of Georgia, September 2007
- Frame, D.: Basics for Raising Backyard Chickens (PDF), Utah State University, Juni 2010
- Hess, J. u. a.: Home Layer Flock Management Suggestions, Alabama Cooperative Extension, 2019, geprüft 2022
- Jacob, J.; Pescatore, T.: Urban Poultry (ASC-241, PDF), University of Kentucky, 2018
- Jacob, J.: Egg Eating by Chickens in Small and Backyard Flocks und Normal Behaviors of Chickens, University of Kentucky, Poultry Extension
- Moyle, J.: Housing Requirements, University of Maryland Extension, 2022; außerdem Construction: Specific Requirements, 2021
- Wright, A.: Nine Common Reasons Your Hens Aren't Laying (az2186), University of Arizona, Januar 2026
- Ask Extension: Antwort zur Nestgröße, August 2023
- Appleby, M.: Factors Affecting Floor Laying by Domestic Hens: A Review (PDF), 1984
- Stämpfli, K. u. a.: Studie zur Bodenneigung, zusammengefasst bei The Poultry Site, 2011
- Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Leitlinien für die gute landwirtschaftliche Praxis in der Legehennenhaltung (PDF), 2022
- MSD Veterinary Manual: Mites of Poultry
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