
So entsteht dieser Ratgeber: mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben, von Erdi Doğan anhand der unten genannten Quellen geprüft und überarbeitet. Unsere Arbeitsweise
Inhalt dieser Seite
- Welche Hühner-Impfung ist Pflicht? Die Tabelle je Krankheit
- Was sich 2026 geändert hat
- Muss ich auch zwei Hühner gegen Newcastle impfen?
- Trinkwasser oder Spritze: was passt zu Ihrer Herde?
- So organisieren Sie die Impfung
- Junghennen gekauft: Welchen Nachweis Sie verlangen sollten
- Was kostet es, Hühner impfen zu lassen?
- Österreich und Schweiz: andere Regeln
- Häufige Fragen
- Quellen
In Deutschland ist nur eine Impfung für jeden Hühnerhalter Pflicht: die gegen die Newcastle-Krankheit, auch bei zwei Hennen im Garten. Gegen die Geflügelpest dürfen Sie dagegen nicht impfen lassen, und Marek oder Infektiöse Bronchitis sind Ihre eigene Entscheidung. Wir haben die Rechtslage am 4. November 2026 in den Gesetzestexten geprüft. Dabei zeigt sich: Seit März 2026 stehen die Regeln für Hobbyhalter in einem anderen Gesetz, viele Merkblätter sind in diesem Punkt überholt. Den Überblick über alle Krankheiten finden Sie in der Übersicht Hühnergesundheit.
Das Wichtigste in Kürze
- Newcastle-Impfung: Pflicht für alle Hühner und Puten, ohne Mindestzahl. Einzige Ausnahmen sind Versuchs- und Diagnostikbestände.
- Selbst impfen dürfen Hobbyhalter nur mit Trinkwasserimpfstoff, und nur über eine Tierarztpraxis. Die Spritze setzt immer der Tierarzt.
- Trinkwasserimpfung laut Hersteller meist alle 5 bis 8 Wochen, Spritze nach Grundimmunisierung etwa einmal je Legeperiode.
- Gekaufte Junghennen brauchen eine tierärztliche Bescheinigung. Lassen Sie sie sich zeigen, bevor die Tiere einziehen.
- Österreich: Impfung erlaubt und empfohlen. Schweiz: Impfung verboten.
Welche Hühner-Impfung ist Pflicht? Die Tabelle je Krankheit
Die Tabelle fasst zusammen, was für Halter in Deutschland gilt. Bei Krankheiten ohne Pflicht heißt das: In den Verordnungen, die wir geprüft haben, steht keine. Impfstoffmengen nennen wir bewusst nicht, die legt die Tierarztpraxis nach der Gebrauchsinformation fest.
| Krankheit | Pflicht? | Wer entscheidet | Wie geimpft wird | Wie oft | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Newcastle-Krankheit | ✓ Pflicht für alle Hühner und Puten, jede Bestandsgröße | Der Gesetzgeber. Das Veterinäramt kann nur in Sonderfällen befreien (Versuche, Diagnostik). | Trinkwasser (Lebendimpfstoff), Augentropfen oder Spritze (nur Tierarzt) | So oft, dass die ganze Herde immun bleibt; Trinkwasser laut Hersteller meist alle 5 bis 8 Wochen | § 67 Abs. 2 GeflPestSchV mit § 7 der Fassung von 2005 |
| Geflügelpest (Vogelgrippe H5/H7) | ✗ Impfung verboten | Nur die Behörde kann eine Impfung anordnen oder genehmigen, etwa für Zoos oder seltene Rassen, dann mit EU-Zustimmung. | Für Halter nicht vorgesehen | Entfällt | § 8 GeflPestSchV |
| Salmonellen | ! Pflicht nur in erwerbsmäßigen Aufzuchtbetrieben ab 350 Junghennen | Bei kleineren Beständen kann die Behörde eine Impfung anordnen, wenn die Seuchenbekämpfung es erfordert. | Mit zugelassenem Impfstoff; der Weg ist in der Verordnung nicht festgelegt | Nach Impfstoff | §§ 1, 3, 12 GflSalmoV |
| Marek | Keine Pflicht | Der Halter; so sagt es die Landesregierung Brandenburg | Beim Schlupf oder im Ei; Geflügelkliniken wie die der FU Berlin impfen Eintagsküken | Als Eintagsküken oder im Ei | Drucksache 6/8697, MSD Manual, FU Berlin |
| Infektiöse Bronchitis | Keine Pflicht | Halter und Tierarzt. Hinterhofhühner werden laut MSD Manual meist nur bei Kontakt zu anderen Hühnern geimpft. Oft Teil eines Kombinationsimpfstoffs mit Newcastle. | Lebendimpfstoff oder als Kombination per Spritze durch den Tierarzt | Nach Gebrauchsinformation; Kombi als Auffrischung bis zu einer Legeperiode | StIKo Vet, MSD Manual, FU Berlin |
Was sich 2026 geändert hat
Die Impfpflicht selbst ist nicht neu, geändert haben sich die Lage und ein Teil der Regeln. Im Februar 2026 traten nach 30 Jahren wieder Newcastle-Fälle in Deutschland auf, zuerst in Brandenburg und Bayern. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ruft seitdem alle Halter auf, ihre Pflichtimpfungen zu prüfen und, wenn nötig, aufzufrischen, ausdrücklich auch bei Kleinstbeständen.
Am 10. März 2026 ist zudem der bisherige § 44 der Tierimpfstoff-Verordnung weggefallen. Die Regeln für Halter, die selbst impfen, stehen jetzt in § 95a des Tierarzneimittelgesetzes. Für Sie heißt das:
- Bleibt: Der Impfstoff muss von der Praxis kommen, die Ihre Tiere behandelt. Sie werden in der Anwendung unterwiesen, die Verschreibung nennt unter anderem Zeitpunkt, Lagerung und Entsorgung der Reste. Unterlagen bewahren Sie mindestens fünf Jahre auf.
- Fällt weg: Die Tierärztekammer Westfalen-Lippe teilt nach einem Schreiben des NRW-Ministeriums mit, dass die Abgabe nicht mehr beim Veterinäramt angezeigt werden muss.
- Übergang: § 95a gilt, bis eine neue Rechtsverordnung nach § 50 Absatz 6 in Kraft tritt. Die Regeln können sich also noch einmal ändern.
- Nicht mehr im Text: Die Pflicht zur mindestens vierteljährlichen Bestandsuntersuchung, die in älteren Merkblättern steht, nennt § 95a nicht. Wie eng die Betreuung jetzt sein soll, ist damit nicht in Zahlen geregelt. Klären Sie das mit Ihrer Praxis.

Muss ich auch zwei Hühner gegen Newcastle impfen?
Ja. Die Pflicht gilt laut StIKo Vet unabhängig von Nutzungsart und Bestandsgröße, also auch für Zwerghühner und Seidenhühner im Garten. Das Gesetz nennt Hühner und Truthühner; Enten und Gänse stehen nicht darin. Beim Nachlesen fällt auf: Die aktuelle Geflügelpest-Verordnung enthält die Newcastle-Impfung nicht mehr im Text. Ihr § 7 regelt heute Geflügelausstellungen. Stattdessen sagt § 67 Absatz 2, dass die Fassung von 2005 für die Newcastle-Krankheit weiter anzuwenden ist. Dort steht in § 7: Die Impfung ist „in solchen Abständen zu wiederholen, dass im gesamten Bestand eine ausreichende Immunität der Tiere gegen die Newcastle-Krankheit vorhanden ist“, und der Besitzer hat Nachweise zu führen.
Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Hinzu kommen Folgen im Seuchenfall: Die StIKo Vet warnt vor empfindlichen Regressforderungen, wenn Tiere nicht ausreichend geschützt waren und Nachbarbestände geräumt werden müssen. Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern wies im März 2026 darauf hin, dass nachlässige Halter ihre Entschädigung aus der Tierseuchenkasse riskieren können.
Die Impfung ersetzt keine Vorsicht. Laut StIKo Vet schützt sie vor der Erkrankung und senkt die Virusausscheidung, eine Ansteckung bleibt aber möglich. Das FLI schreibt in seiner Risikoeinschätzung vom Oktober 2026, die Impfpflicht berge das Risiko, dass Virus unbemerkt zirkuliert.
Trinkwasser oder Spritze: was passt zu Ihrer Herde?
Für die meisten Hobbyhalter läuft es auf einen von zwei Wegen hinaus: Beim Trinkwasser impfen Sie häufig und oft selbst, bei der Spritze selten, aber immer mit Tierarzt.
| Trinkwasser (Lebendimpfstoff) | Spritze (Inaktivatimpfstoff) | |
|---|---|---|
| Wer gibt ihn? | Sie selbst oder die Praxis | Nur Tierarzt |
| Schutzdauer laut Hersteller | Je nach Präparat rund 5 bis 8 Wochen | Eine Legeperiode, wenn zuvor Lebendimpfstoff gegeben wurde |
| Ablauf | Regelmäßig wiederholen | Erst Lebendimpfung, mindestens 4 Wochen später die Spritze |
| Schwachstelle | Technisch heikel: Unter Feldbedingungen werden oft nur 50 bis 60 % der Herde immunisiert | Jedes Tier wird einzeln geimpft; teurerer Impfstoff |
Die Angaben stammen aus der Stellungnahme der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin am FLI (StIKo Vet). Die Tierklinik der FU Berlin beschrieb ihr Vorgehen für Hobbytiere 2025 so: Bei unbekanntem Impfstatus erst Lebendimpfung, vier bis sechs Wochen später die Spritze, danach jährlich auffrischen.
Vorsicht bei „einmal im Quartal“
- Viele Rassegeflügelzüchter impfen vierteljährlich mit Trinkwasserimpfstoff. Das ist länger, als die Gebrauchsinformationen vorsehen.
- Laut StIKo Vet verstößt das nicht zwangsläufig gegen die Verordnung, im Streitfall müssten Sie aber belegen, dass die Herde ausreichend immun war.
- Ämter können strenger sein: Der Landkreis Mittelsachsen nannte 2025 für einen gültigen Impfstatus höchstens 6 Wochen Abstand oder den Nachweis eines ausreichenden Titers, bei der Spritze höchstens 12 Monate. Fragen Sie bei Ihrem Amt nach.
So organisieren Sie die Impfung
Bestand gemeldet?
Jeder Geflügelbestand muss beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse gemeldet sein, erinnert der Landkreis München. Wie das geht, steht unter Hühner anmelden.
Praxis finden
Fragen Sie beim Veterinäramt oder beim örtlichen Geflügelzuchtverein, welche Praxen in der Nähe Geflügel impfen, und beim Amt auch, welche Abstände es erwartet. Planen Sie etwas Vorlauf ein: Der Geflügelwirtschaftsverband NRW berichtete im März 2026, dass Kleinst- und Hobbyhalter bei der Organisation auf praktische Hürden stoßen.
Sammeltermin anfragen
Die StIKo Vet empfiehlt, die teureren Spritzentermine mit Vereinen abzustimmen und den Tierarzt in die Haltungen kommen zu lassen; kleine Gruppen können auch in die Praxis kommen. Treffen Vögel aus mehreren Haltungen zusammen, braucht es strenge Hygiene. In einem Sperrgebiet dürfen Sie Tiere womöglich nicht transportieren.
Nur gesunde Tiere impfen
Bei Schnupfen, Atemgeräuschen oder Ausfluss muss zuerst der Tierarzt die Tiere ansehen. Eine Wurmkur gehört übrigens nicht zur Impfung; mehr dazu unter Hühner entwurmen.
Impftag nach Plan
Beim Trinkwasserweg halten Sie sich genau an die Verschreibung. Wichtig laut StIKo Vet: Kühlkette einhalten, ein sauberes Gefäß ohne Reste von Putz- und Desinfektionsmittel, im Sommer früh am Morgen impfen, angesetzten Impfstoff zügig verbrauchen. Das Wasser sollte innerhalb von rund zwei Stunden getrunken sein. Reste machen Sie unschädlich, Kleinkinder und immungeschwächte Menschen halten sich fern.
Nachweis ablegen
Notieren Sie sofort Impfstoff, Charge, Datum, Tiere und die Person, die geimpft hat. Verschreibung und Notizen bewahren Sie mindestens fünf Jahre auf. Nebenwirkungen melden Sie der Praxis oder dem Amt.

Junghennen gekauft: Welchen Nachweis Sie verlangen sollten
Lassen Sie sich die tierärztliche Bescheinigung zeigen, bevor die Tiere in Ihren Stall kommen. Das ist nicht nur ein guter Rat: Nach § 7 Absatz 4 der Fassung von 2005 dürfen Hühner nur mit einer solchen Bescheinigung in einen Bestand gebracht werden. Sie muss zeigen, dass der Herkunftsbestand regelmäßig nach den Empfehlungen des Herstellers gegen Newcastle geimpft wurde; bei Eintagsküken gilt das für den Elterntierbestand. Dasselbe gilt für Geflügelmärkte und Schauen.

Junghennen von kommerziellen Züchtern sind laut StIKo Vet in der Regel grundimmunisiert. Ideal sind mindestens eine Lebend- und eine Inaktivatimpfung; dann kann man von Schutz über die Legeperiode ausgehen. Für Zukäufe rät sie außerdem zu Quarantäne. Fragen Sie beim Kauf:
- Welche Impfungen hat das Tier bekommen, gegen welche Krankheiten, und wann zuletzt?
- War es Lebend- oder Inaktivatimpfstoff? Daraus ergibt sich, wann Ihre eigene Impfung fällig ist.
- Marek: Wurden die Küken beim Schlupf geimpft? Die Klinik der FU Berlin rät davon ab, Marek-geimpfte und ungeimpfte Hühner zusammenzuhalten, und impft keine Küken aus Naturbrut.
Die Marek-Frage gehört vor den Kauf: Geimpft wird laut MSD Veterinary Manual beim Schlupf oder im Ei, und die Krankheit ist nicht behandelbar. Für Kleinhalter ist das umständlich, weil die Impfstoffe in flüssigem Stickstoff lagern und nur in großen Packungen verkauft werden, wie die Landesregierung Brandenburg 2018 schrieb.
Was kostet es, Hühner impfen zu lassen?
Einen festen Preis gibt es nicht und wir haben auch keine amtliche Pauschale gefunden. Was die Tierarztpraxis berechnen darf, regelt aber die Tierärztegebührenordnung (GOT). Sie erlaubt das Einfache bis Dreifache der Sätze:
| Leistung (GOT-Nummer) | Einfacher Satz | Dreifacher Satz |
|---|---|---|
| Allgemeine Untersuchung mit Beratung, Nutzgeflügel (12) | 5,14 € | 15,42 € |
| Dasselbe, Rassegeflügel (13) | 11,26 € | 33,78 € |
| Bestandsuntersuchung Nutzgeflügel, 11 bis 100 Tiere (59) | 18,31 € | 54,93 € |
| Spritze oder Augentropfen, bis 10 Tiere, je Tier (263) | 0,38 € | 1,14 € |
| Spritze oder Augentropfen, 11 bis 100 Tiere, je Tier (264) | 0,26 € | 0,78 € |
| Trinkwasserimpfung durch die Praxis, bis 1.000 Tiere, je Tier (275) | 0,04 € | 0,12 € |
Unser Rechenbeispiel für 12 Hennen, die per Spritze geimpft werden: Bestandsuntersuchung plus 12-mal Nr. 264 ergibt 21,43 € bis 64,29 € an reinen Gebühren. Das ist keine Preisauskunft. Hinzu kommen Impfstoff, Anfahrt und Umsatzsteuer. Newcastle-Impfstoffe gibt es laut StIKo Vet oft nur in Packungen ab 1.000 Dosen. Lebendimpfstoffe sind so günstig, dass verworfene Reste kaum ins Gewicht fallen; Inaktivatimpfstoffe sind teurer, deshalb lohnen sich dort Sammeltermine. Für Ziergeflügel erhöhen sich die Impfsätze um 50 %; ob Ihre Hühner dazu zählen, sagt Ihnen die Praxis. Fragen Sie vorab nach dem Gesamtbetrag und ob sich ein Sammeltermin lohnt.
Österreich und Schweiz: andere Regeln
Alles oben gilt nur für Deutschland. In den Nachbarländern ist die Lage teils umgekehrt.
| Land | Newcastle-Impfung | Quelle |
|---|---|---|
| Österreich | Erlaubt und empfohlen, aber wir haben keine Pflicht gefunden. Verdachtsfälle sind meldepflichtig; Bestände werden bei der Bezirksverwaltungsbehörde registriert. | AGES, aktualisiert 11.06.2026 |
| Schweiz | Verboten. Für Tauben gelten Sonderregeln. Verdacht sofort dem Bestandstierarzt melden. | BLV-Fachinformation, Stand 11/2021, und aktuelle BLV-Seite |
Wann zum Tierarzt oder Veterinäramt?
- Sofort, bei Verlusten von mindestens drei Tieren innerhalb von 24 Stunden in einem Bestand bis 100 Tiere oder wenn die Legeleistung um mehr als 5 % sinkt.
- Bei Mattigkeit, Atemnot, schleimigem Schnabelausfluss, grünlichem Durchfall, plötzlichem Legestopp, schiefer Kopfhaltung oder Gleichgewichtsstörungen.
- Auch in geimpften Herden: Das FLI rät bei unklaren Todesfällen oder Leistungseinbrüchen zur Laboruntersuchung auf Newcastle.
- Die Newcastle-Krankheit ist anzeigepflichtig: Melden Sie schon den Verdacht unverzüglich dem Veterinäramt. Bei Verdacht auf Geflügelpest verlangt § 4 der Verordnung die sofortige Abklärung durch einen Tierarzt; Heilversuche sind verboten.
- Wenn nach einer Impfung auffällige Reaktionen auftreten: Praxis oder Amt verständigen.
Mehr zu den anderen Krankheitsbildern und zur Vogelgrippe finden Sie in der Übersicht Hühnergesundheit.
Häufige Fragen
Darf ich meine Hühner selbst gegen Newcastle impfen?
Ja, aber nur mit Trinkwasserimpfstoff, den Ihnen die behandelnde Tierarztpraxis verschrieben oder abgegeben hat, und nach deren Unterweisung. Das regelt seit März 2026 § 95a Absatz 4 des Tierarzneimittelgesetzes. Spray und Spritze sind für Hobbyhalter nicht erlaubt.
Wie oft müssen Hühner gegen Newcastle geimpft werden?
Die Verordnung nennt keine Wochenzahl. Sie verlangt, dass die ganze Herde immun bleibt. Beim Trinkwasserimpfstoff bedeutet das laut Gebrauchsinformationen meist alle 5 bis 8 Wochen, bei der Spritze nach Grundimmunisierung etwa einmal je Legeperiode.
Kann ich meine Hühner gegen die Vogelgrippe impfen lassen?
Nein. § 8 der Geflügelpest-Verordnung verbietet Schutzimpfungen gegen die Geflügelpest. Nur die Behörde kann Ausnahmen anordnen oder genehmigen, etwa für Zoos oder zur Erhaltung seltener Rassen.
Ist die Marek-Impfung Pflicht?
Nein. Die Landesregierung Brandenburg nennt sie eine Aufgabe in der Verantwortung des Tierhalters. Geimpft wird beim Schlupf oder im Ei, darum fragen Sie schon beim Küken- oder Junghennenkauf danach.
Was kostet die Newcastle-Impfung?
Einen Einheitspreis gibt es nicht. Nach der Tierärztegebührenordnung kostet die Spritze selbst rund 26 Cent bis gut einen Euro je Tier. Hinzu kommen Untersuchung, Anfahrt und Impfstoff. Fragen Sie die Praxis nach dem Gesamtbetrag.
Quellen
Alle Quellen geöffnet und geprüft am 4. November 2026.
- Geflügelpest-Verordnung, § 67 Abs. 2, gesetze-im-internet.de
- Geflügelpest-Verordnung, Fassung vom 20.12.2005, §§ 7 und 8, Text bei der TiHo Hannover
- Geflügelpest-Verordnung, § 8 Schutzimpfungen und Heilversuche
- Geflügel-Salmonellen-Verordnung, § 1, § 3, § 12
- Landtag Brandenburg, Drucksache 6/8697 (2018), Marek-Impfung bei Rasse- und Hobbygeflügel
- MSD Veterinary Manual: Marek's Disease in Poultry
- StIKo Vet am FLI: Stellungnahme zur ND-Pflichtimpfung von Geflügel in Hobbyhaltung, Stand 01.01.2021 (Rechtsverweise auf die Tierimpfstoff-Verordnung inzwischen überholt)
- MSD Veterinary Manual: Common Infectious Diseases in Backyard Poultry
- FLI: Newcastle-Krankheit, Tierseuchengeschehen
- Tierärztekammer Westfalen-Lippe: Rundschreiben 05/2026
- Tierarzneimittelgesetz, § 95a, und § 50
- Sachsen: Hinweisblatt zur Newcastle-Impfung für nicht gewerbsmäßige Halter (noch nach altem § 44)
- top agrar, 12.03.2026: Newcastle-Krankheit breitet sich aus
- FLI: Risikoeinschätzung HPAI H5, Stand 09.10.2026
- FU Berlin, Abteilung Geflügel: Termine ND-Impfung 2025
- Landkreis Mittelsachsen: Merkblatt Geflügelhalter, Stand 05/2025
- FU Berlin, Abteilung Geflügel: Marek- und Kokzidioseimpfung 2025
- Tierärztegebührenordnung, Gebührenverzeichnis
- Tierärztegebührenordnung, § 2 und § 7
- AGES Österreich: Newcastle Disease
- BLV Schweiz: Fachinformation Newcastle-Krankheit
- BLV Schweiz: Newcastle-Krankheit (ND)
- Geflügelpest-Verordnung, § 4 Früherkennung
- STUA Aulendorf: Newcastle – Comeback nach 30 Jahren, Stand 07/2026
- Landkreis München, 04.03.2026: Newcastle Disease breitet sich aus
- top agrar, 15.03.2026: Geflügelwirtschaft fordert Hilfe für Hobbyhalter
- Landkreis Märkisch-Oderland: Allgemeinverfügung vom 30.06.2026
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